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Divisionsleutnant: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | In der Hierarchie der Kriegsmarine war der Divisionsleutnant (oft abgekürzt als Div.Lt.) eine spezifische Dienststellung an Land. Der Divisionsleutnant war der Adjutant und personelle Sachbearbeiter innerhalb einer Schiffsstammabteilung oder einer Marine-Ersatz-Abteilung. Er war das administrative Gegenstück zum rein militärischen Kompaniechef.
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| colspan="3" | Der Divisionsleutnant fungierte als Adjutant oder Personalreferent im Stab einer Schiffsstammdivision und bildete die zentrale Schnittstelle zwischen der Divisionsführung und den einzelnen Ausbildungsabteilungen. Er war verantwortlich für die administrative Abwicklung des Dienstbetriebs und die personelle Verwaltung großer Kontingente innerhalb der Bodenorganisation.
 
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| colspan="3" | Rolle: Er führte die Personalpapiere (Stammrollen, Wehrpässe) einer gesamten Division (hier im Sinne eines organisatorischen Teils der Abteilung, ca. 400–600 Mann).
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| Entstehung: || colspan="3" | Einrichtung der Dienststellung mit der Formation der Schiffsstammdivisionen (z. B. S.D.N. in Wilhelmshaven) ab 1920 zur Professionalisierung der Marineverwaltung.
 
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| colspan="3" | Aufgaben: Er war verantwortlich für die Urlaubsplanung, die Bearbeitung von Disziplinarstrafen, Beförderungsvorschläge und die Zuweisung von Ersatzpersonal an die Frontflottillen.
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| Personalwesen: || colspan="3" | Führung der Personalpapiere (Stammrollen, Wehrpässe) für Verbände von ca. 400–600 Mann; Bearbeitung von Beförderungsvorschlägen und Zuweisung von Ersatzpersonal.
 
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| colspan="3" | Schnittstelle: Er bildete die Brücke zwischen dem Abteilungskommandeur und den einzelnen Kompanieführern.
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| Administration: || colspan="3" | Verantwortlichkeit für die Urlaubsplanung, die Bearbeitung von Disziplinarstrafen sowie die Brückenfunktion zwischen Abteilungskommandeur und Kompanieführern.
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| Meldewesen: || colspan="3" | Sicherstellung des korrekten Dienstverkehrs mit den übergeordneten Marinestationen und Koordination der Nachschubanforderungen für die Frontverbände.
 
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! colspan="3" | Entstehung und Ende
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! colspan="3" | Spezifische Merkmale & Qualifikation
 
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| colspan="3" | Entstehung: Die Funktion wurde mit der massiven Vergrößerung der Landorganisation ab 1935 fest etabliert, um die Kommandeure von der ausufernden Bürokratie zu entlasten.
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| Stabsbewährung: || colspan="3" | In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert diese Dienststellung eine wichtige Phase der administrativen Bewährung an Land vor einer Frontkommandierung.
 
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| colspan="3" | Ende: Mit der Auflösung der Ersatzabteilungen im Mai 1945 endete die Funktion. In den letzten Kriegswochen wurden Divisionsleutnante oft als Kampfkommandanten für Marine-Schützen-Züge eingesetzt.
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| Organisations-Talent: || colspan="3" | Erscheint dieser Eintrag in der Vita eines Offiziers, deutet dies auf eine frühzeitige Identifizierung außergewöhnlicher organisatorischer und bürokratischer Fähigkeiten hin.
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| Führungsspanne: || colspan="3" | Koordination der Unterbringung und Verpflegung großer Rekrutenjahrgänge während der intensiven Aufbauphasen der Flotte.
 
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| colspan="3" | Karrierestart: Junge Leutnants dienten nach ihrer Beförderung oft als Divisionsleutnant an einer Marineschule oder Stammabteilung, um die Personalverwaltung der Marine von Grund auf kennenzulernen.
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| Verwaltungsschule: || colspan="3" | Wichtige Vorbereitung für die spätere Führung eines U-Boot-Stützpunktes oder die Administration innerhalb der Flottillenstäbe (z. B. als Flottillenadjutant).
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| Personalsteuerung: || colspan="3" | Einbindung in den Auswahlprozess bei der Sichtung von Rekruten für Speziallaufbahnen und deren Zuweisung zu den entsprechenden U-Lehrgängen.
 
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| colspan="3" | Frontpause: Erfahrene Kommandanten, die wegen Krankheit oder zur Erholung von der Front wegkommandiert wurden, übernahmen diese Position oft an den U-Boots-Lehrdivisionen (ULD), um dort den personellen Nachwuchs zu steuern.
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| Kaderplanung: || colspan="3" | Sicherstellung der lückenlosen personellen Auffüllung der U-Stammkompanien durch qualifiziertes und disziplinarisch vorgeprüftes Ersatzpersonal.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die Aufgaben der Offiziere in den Stäben der Schiffsstammdivisionen.
 
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Bestimmungen über die personelle Verwaltung und das Meldewesen innerhalb der Marinestationen (1939–1944).
 
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| Bundesarchiv Signatur PERS 6 || colspan="3" | Personalakten von Offizieren. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Invenio Online-Recherche]. In den Beurteilungen wird oft die administrative Exaktheit und Menschenführung des Divisionsleutnants bewertet.
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Personalstammrollen der Marinestationen mit Nachweisen über die Verwendung als Divisionsleutnant.
 
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| Bundesarchiv Abteilung PA (Berlin-Tegel) || colspan="3" | Personenbezogene Unterlagen. Hier finden sich die von den Divisionsleutnanten unterzeichneten Stammrollenblätter.
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| Marine-Dienstvorschrift M.Dv. Nr. 32 || colspan="3" | Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine. (Die fachliche Grundlage für die Arbeit des Div.Lt.).
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur Hierarchie und den Dienststellungen in der Landorganisation).
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| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, systematische Übersicht der Marine-Divisionen).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien" (Kontext zur administrativen Laufbahnstruktur).
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
 
 
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Aktuelle Version vom 4. März 2026, 08:40 Uhr

Dienststellung Divisionsleutnant
Der Divisionsleutnant fungierte als Adjutant oder Personalreferent im Stab einer Schiffsstammdivision und bildete die zentrale Schnittstelle zwischen der Divisionsführung und den einzelnen Ausbildungsabteilungen. Er war verantwortlich für die administrative Abwicklung des Dienstbetriebs und die personelle Verwaltung großer Kontingente innerhalb der Bodenorganisation.
Historischer Kontext & Aufgabenprofil
Entstehung: Einrichtung der Dienststellung mit der Formation der Schiffsstammdivisionen (z. B. S.D.N. in Wilhelmshaven) ab 1920 zur Professionalisierung der Marineverwaltung.
Personalwesen: Führung der Personalpapiere (Stammrollen, Wehrpässe) für Verbände von ca. 400–600 Mann; Bearbeitung von Beförderungsvorschlägen und Zuweisung von Ersatzpersonal.
Administration: Verantwortlichkeit für die Urlaubsplanung, die Bearbeitung von Disziplinarstrafen sowie die Brückenfunktion zwischen Abteilungskommandeur und Kompanieführern.
Meldewesen: Sicherstellung des korrekten Dienstverkehrs mit den übergeordneten Marinestationen und Koordination der Nachschubanforderungen für die Frontverbände.
Spezifische Merkmale & Qualifikation
Stabsbewährung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert diese Dienststellung eine wichtige Phase der administrativen Bewährung an Land vor einer Frontkommandierung.
Organisations-Talent: Erscheint dieser Eintrag in der Vita eines Offiziers, deutet dies auf eine frühzeitige Identifizierung außergewöhnlicher organisatorischer und bürokratischer Fähigkeiten hin.
Führungsspanne: Koordination der Unterbringung und Verpflegung großer Rekrutenjahrgänge während der intensiven Aufbauphasen der Flotte.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Verwaltungsschule: Wichtige Vorbereitung für die spätere Führung eines U-Boot-Stützpunktes oder die Administration innerhalb der Flottillenstäbe (z. B. als Flottillenadjutant).
Personalsteuerung: Einbindung in den Auswahlprozess bei der Sichtung von Rekruten für Speziallaufbahnen und deren Zuweisung zu den entsprechenden U-Lehrgängen.
Kaderplanung: Sicherstellung der lückenlosen personellen Auffüllung der U-Stammkompanien durch qualifiziertes und disziplinarisch vorgeprüftes Ersatzpersonal.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 3 / 1024 Dienstvorschriften über die Aufgaben der Offiziere in den Stäben der Schiffsstammdivisionen.
BArch RM 121 / 162 Bestimmungen über die personelle Verwaltung und das Meldewesen innerhalb der Marinestationen (1939–1944).
BArch RM 121 / 642 Personalstammrollen der Marinestationen mit Nachweisen über die Verwendung als Divisionsleutnant.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur Hierarchie und den Dienststellungen in der Landorganisation).
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, systematische Übersicht der Marine-Divisionen).
Hildebrand, Hans H. "Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien" (Kontext zur administrativen Laufbahnstruktur).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132