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Marine-Artillerieregiment 22: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Das Marine-Artillerieregiment 22 war ein seltener Verbandstyp der Kriegsmarine, da Küstenartillerieeinheiten meist als eigenständige Abteilungen (MAA) organisiert waren. Aufgestellt im Mai 1940 in Le Coq-sur-Mer, fungierte es als zentraler Führungsstab zur Koordination der Küstenverteidigung in Belgien und den Niederlanden. Für die U-Boot-Waffe war das Regiment als „Auffang- und Einsatzeinheit“ sowie als Sicherungsorgan für frühe Nothäfen und Versorgungsstellen an der flandrischen Küste von Bedeutung. Es bot artilleristischen Schutz für U-Boote bei Kanaldurchbrüchen und diente Offizieren der Artillerielaufbahn als wichtige Frontdienststelle vor einem Wechsel zur U-Boot-Waffe.
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| Funktion: || colspan="3" | Einsatz als übergeordneter Regimentsstab für neu formierte Marine-Artillerie-Abteilungen (M.A.A.) unter dem Küstenbefehlshaber Belgien-Niederlande.
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| Entwicklung: || colspan="3" | Spätere Umgliederung und zeitweise Ersetzung durch Seekommandanturen; 1944 erneute Formierung eines Regimentsstabes zur Verteidigung der niederländischen Küste.
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| Stützpunktsicherung: || colspan="3" | Sicherung der Seefront für U-Boot-Nothäfen und frühe Versorgungsbasen an der flandrischen Küste ab Sommer 1940 zur Unterstützung der Atlantik-Operationen.
 
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| Kanalschutz: || colspan="3" | Artilleristische Deckung für passierende U-Boote im Bereich Ostende/Zeebrugge zur Abwehr britischer Überwasserstreitkräfte während der Kanalpassage.
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| Offiziersnachwuchs: || colspan="3" | Erste Frontverwendung für Artillerieoffiziere der Crews 37/38, die ihre hier gewonnenen Erfahrungen später in der U-Boot-Waffe (z. B. als II. W.O.) einsetzten.
 
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Aktuelle Version vom 4. März 2026, 16:22 Uhr

Verband Marine-Artillerieregiment 22
Das Marine-Artillerieregiment 22 war ein seltener Verbandstyp der Kriegsmarine, da Küstenartillerieeinheiten meist als eigenständige Abteilungen (MAA) organisiert waren. Aufgestellt im Mai 1940 in Le Coq-sur-Mer, fungierte es als zentraler Führungsstab zur Koordination der Küstenverteidigung in Belgien und den Niederlanden. Für die U-Boot-Waffe war das Regiment als „Auffang- und Einsatzeinheit“ sowie als Sicherungsorgan für frühe Nothäfen und Versorgungsstellen an der flandrischen Küste von Bedeutung. Es bot artilleristischen Schutz für U-Boote bei Kanaldurchbrüchen und diente Offizieren der Artillerielaufbahn als wichtige Frontdienststelle vor einem Wechsel zur U-Boot-Waffe.
Historischer Kontext & Einsatz
Aufstellung: Formierung im Mai 1940 in Le Coq-sur-Mer (De Haan) unmittelbar nach der Besetzung der Benelux-Staaten zur Sicherung der neuen Küstenlinie.
Funktion: Einsatz als übergeordneter Regimentsstab für neu formierte Marine-Artillerie-Abteilungen (M.A.A.) unter dem Küstenbefehlshaber Belgien-Niederlande.
Entwicklung: Spätere Umgliederung und zeitweise Ersetzung durch Seekommandanturen; 1944 erneute Formierung eines Regimentsstabes zur Verteidigung der niederländischen Küste.
Ende 1945: Kapitulation im Mai 1945 im Raum Groningen/Delfzijl vor kanadischen Verbänden nach harten Abwehrkämpfen in der Endphase des Krieges.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunktsicherung: Sicherung der Seefront für U-Boot-Nothäfen und frühe Versorgungsbasen an der flandrischen Küste ab Sommer 1940 zur Unterstützung der Atlantik-Operationen.
Kanalschutz: Artilleristische Deckung für passierende U-Boote im Bereich Ostende/Zeebrugge zur Abwehr britischer Überwasserstreitkräfte während der Kanalpassage.
Offiziersnachwuchs: Erste Frontverwendung für Artillerieoffiziere der Crews 37/38, die ihre hier gewonnenen Erfahrungen später in der U-Boot-Waffe (z. B. als II. W.O.) einsetzten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 45-V / 5 Küstenbefehlshaber Belgien-Niederlande: Dokumentiert die Aufstellung und die ersten operativen Befehle des Regimentsstabes im Mai 1940.
BArch RM 121 / 142 Organisationsgeschichte Marine-Artillerie: Belegt die frühe Gliederung der Artillerieverbände im Westraum zwischen 1940 und 1941.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für Seeoffiziere und Artilleriespezialisten mit dokumentierten Dienstzeiten im Marine-Artillerieregiment 22.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Landorganisation: Marine-Artillerie-Regimenter und deren Sonderstellung).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur Gliederung der Marine-Artillerie im Bereich Belgien-Niederlande).
Rolf, Rudi „Der Atlantikwall: Die Bauten der deutschen Küstenbefestigungen“ (Details zur artilleristischen Organisation im flandrischen Sektor).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132