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Zwischenlehrgang: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | In der Kriegsmarine war ein Zwischenlehrgang eine zeitlich begrenzte, meist theoretische Ausbildungsphase, die zwischen zwei praktischen Bord- oder Truppenteilen stattfand. Er diente dazu, das bisher Gelernte zu systematisieren und die Qualifikation für die nächsthöhere Laufbahnstufe zu erlangen.
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| colspan="3" | In der Kriegsmarine war ein Zwischenlehrgang eine zeitlich begrenzte, meist theoretische Ausbildungsphase, die zwischen zwei praktischen Bord- oder Truppenteilen stattfand. Er diente dazu, das bisher in der Praxis Gelernte zu systematisieren und die notwendige Qualifikation für die nächsthöhere Laufbahnstufe zu erlangen. Besonders für die U-Boot-Waffe war dieser Lehrgang das Bindeglied zwischen der ersten Bewährung vor dem Feind und der Übernahme höherer Führungsaufgaben.
 
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| colspan="3" | Kaiserliche Marine & Reichsmarine: In der Kaiserlichen Marine und der Reichsmarine war das System der Zwischenlehrgänge fest etabliert, um die langen Dienstzeiten (z. B. 12 Jahre in der Reichsmarine) strukturiert zu füllen. Ein Seekadett oder Fähnrich absolvierte den Zwischenlehrgang oft an der Marineschule Mürwik, bevor er als Oberfähnrich zur Flotte zurückkehrte.
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| Kaiserliche Marine: || colspan="3" | Fest etabliertes System zur Strukturierung der Ausbildungsgänge; Seekadetten absolvierten theoretische Phasen zwischen den Auslandskreuzer-Fahrten bis 31.12.1918.
 
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| colspan="3" | Kriegsmarine (16.03.1935 23.05.1945): Mit dem Aufbau der U-Boot-Waffe am 16.03.1935 wurden Zwischenlehrgänge genutzt, um Frontpersonal für neue Technologien nachzuschulen (z. B. Funkmess oder neue Torpedozünder), ohne die Männer komplett aus dem operativen Kreislauf zu nehmen.
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| Reichsmarine: || colspan="3" | Nutzung der Zwischenlehrgänge (01.01.1919 15.03.1935) zur fachlichen Tiefe während der langen 12-jährigen Dienstzeit, oft an der Marineschule Mürwik (MSM).
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| Kriegsmarine: || colspan="3" | Strategische Nutzung ab 16.03.1935 zur Nachschulung von Frontpersonal an neuen Technologien (z. B. Funkmess, Torpedozünder), ohne die Männer langfristig aus dem Einsatz zu nehmen.
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| Ende 1945: || colspan="3" | Einstellung der geregelten Zwischenlehrgänge im Frühjahr 1945; Konzentration auf Kurzunterweisungen für die neuen Elektroboote unter improvisierten Bedingungen.
 
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| colspan="3" | Zielgruppe: Meist Offiziersanwärter (Fähnriche) oder Unteroffiziersanwärter (Maate).
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| Zielgruppe: || colspan="3" | Primär Offiziersanwärter (Fähnriche zur See) oder Unteroffiziersanwärter (Maate) zur Vorbereitung auf die jeweiligen Abschlussprüfungen.
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| colspan="3" | Vertiefung der Navigation, Taktik und Seekriegsrecht.
 
 
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| colspan="3" | Fachspezifische Kurse (z. B. für Maschinisten über neue Hochdruck-Heißdampfanlagen).
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| Fachkurse: || colspan="3" | Vertiefung in Navigation, Taktik und Seekriegsrecht; für technisches Personal Schulungen an Hochdruck-Heißdampfanlagen oder modernen Antriebssystemen.
 
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| colspan="3" | Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen der jeweiligen Laufbahn.
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| Dauer: || colspan="3" | Je nach Lehrgangszweck und Kriegsphase variierte die Dauer zwischen 4 Wochen und 3 Monaten intensiven theoretischen Unterrichts.
 
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| colspan="3" | Dauer: Je nach Zweck zwischen 4 Wochen und 3 Monaten.  
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| Status: || colspan="3" | Der Zwischenlehrgang markierte oft den Übergang vom ausführenden Organ (z. B. Fähnrich) zum verantwortlichen Wachoffizier (Oberfähnrich/Leutnant).
 
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| colspan="3" | Offiziersausbildung: Fähnriche der U-Boot-Waffe (z. B. der Crew X/39 wie Wilhelm Bergemann) besuchten Zwischenlehrgänge an den Marineschulen, um nach ihren ersten Frontfahrten als Wachoffiziere das theoretische Patent für das spätere eigene Kommando zu erwerben.
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| Offiziersnachwuchs: || colspan="3" | Fähnriche der U-Boot-Waffe (z. B. Crew X/39) erwarben nach ersten Frontfahrten das theoretische Patent für das spätere eigene Kommando an den Marineschulen.
 
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| colspan="3" | Technischer Sprung: Bei der Umstellung auf die Elektroboote Typ XXI/XXIII im Jahr 1944 wurden erfahrene Unteroffiziere in Zwischenlehrgänge kommandiert, um die radikal neue Technik (Hydraulik, Batterielüftung) theoretisch zu durchdringen.
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| Technischer Sprung: || colspan="3" | 1944 wurden erfahrene Unteroffiziere in Zwischenlehrgänge kommandiert, um die radikal neue Technik der Elektroboote Typ XXI/XXIII (Hydraulik, Batterielüftung) zu durchdringen.
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| Taktik-Update: || colspan="3" | Systematisierung der Erfahrungen aus der Atlantikschlacht zur Vorbereitung der Offiziere auf die sich ständig ändernden Bedingungen der alliierten Abwehr.
 
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! colspan="3" | Quellenangabe - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. In den Werdegängen findet man oft den Eintrag „Komm. zum Zwischenlehrgang an der MSM“ (Marineschule Mürwik).
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: In den Werdegängen dokumentiert der Eintrag „Komm. zum Zwischenlehrgang an der MSM“ die planmäßige Laufbahnentwicklung.
 
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| BArch RM 121 || colspan="3" | U-Boots-Lehrdivisionen. Dokumentiert Zwischenlehrgänge für technisches Personal an der 2. ULD.
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| BArch RM 121 || colspan="3" | U-Boots-Lehrdivisionen: Dokumentation von Zwischenlehrgänge für technisches Personal, insbesondere an der 2. U.L.D. in Neustadt.
 
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| BArch RM 20 || colspan="3" | Schulen. Beinhaltet Lehrpläne und Prüfungslisten dieser Phasen.
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| BArch RM 20 || colspan="3" | Schulen der Kriegsmarine: Belegt detaillierte Lehrpläne, Prüfungslisten und Erfolgsübersichten dieser Ausbildungsphasen.
 
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| Marinedienstvorschrift Nr. 32 || colspan="3" | Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine
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| Marinedienstvorschrift Nr. 32 || colspan="3" | Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine (Laufbahnbestimmungen).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt 160: Ausbildungswesen).
 
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| Walter Lohmann / Hans H. Hildebrand || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt 160: Ausbildungswesen).
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| Teske, Hermann (Hrsg.) || colspan="3" | "Die deutschen Marinen 1848–1945" (Details zur personellen und ausbildungstechnischen Struktur).
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| Hermann Teske (Hrsg.) || colspan="3" | Die deutschen Marinen 1848–1945.
 
 
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Aktuelle Version vom 4. März 2026, 17:41 Uhr

Ausbildung Zwischenlehrgang
In der Kriegsmarine war ein Zwischenlehrgang eine zeitlich begrenzte, meist theoretische Ausbildungsphase, die zwischen zwei praktischen Bord- oder Truppenteilen stattfand. Er diente dazu, das bisher in der Praxis Gelernte zu systematisieren und die notwendige Qualifikation für die nächsthöhere Laufbahnstufe zu erlangen. Besonders für die U-Boot-Waffe war dieser Lehrgang das Bindeglied zwischen der ersten Bewährung vor dem Feind und der Übernahme höherer Führungsaufgaben.
Historische Entwicklung und Einordnung
Kaiserliche Marine: Fest etabliertes System zur Strukturierung der Ausbildungsgänge; Seekadetten absolvierten theoretische Phasen zwischen den Auslandskreuzer-Fahrten bis 31.12.1918.
Reichsmarine: Nutzung der Zwischenlehrgänge (01.01.1919 – 15.03.1935) zur fachlichen Tiefe während der langen 12-jährigen Dienstzeit, oft an der Marineschule Mürwik (MSM).
Kriegsmarine: Strategische Nutzung ab 16.03.1935 zur Nachschulung von Frontpersonal an neuen Technologien (z. B. Funkmess, Torpedozünder), ohne die Männer langfristig aus dem Einsatz zu nehmen.
Ende 1945: Einstellung der geregelten Zwischenlehrgänge im Frühjahr 1945; Konzentration auf Kurzunterweisungen für die neuen Elektroboote unter improvisierten Bedingungen.
Funktion und Ablauf
Zielgruppe: Primär Offiziersanwärter (Fähnriche zur See) oder Unteroffiziersanwärter (Maate) zur Vorbereitung auf die jeweiligen Abschlussprüfungen.
Fachkurse: Vertiefung in Navigation, Taktik und Seekriegsrecht; für technisches Personal Schulungen an Hochdruck-Heißdampfanlagen oder modernen Antriebssystemen.
Dauer: Je nach Lehrgangszweck und Kriegsphase variierte die Dauer zwischen 4 Wochen und 3 Monaten intensiven theoretischen Unterrichts.
Status: Der Zwischenlehrgang markierte oft den Übergang vom ausführenden Organ (z. B. Fähnrich) zum verantwortlichen Wachoffizier (Oberfähnrich/Leutnant).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Offiziersnachwuchs: Fähnriche der U-Boot-Waffe (z. B. Crew X/39) erwarben nach ersten Frontfahrten das theoretische Patent für das spätere eigene Kommando an den Marineschulen.
Technischer Sprung: 1944 wurden erfahrene Unteroffiziere in Zwischenlehrgänge kommandiert, um die radikal neue Technik der Elektroboote Typ XXI/XXIII (Hydraulik, Batterielüftung) zu durchdringen.
Taktik-Update: Systematisierung der Erfahrungen aus der Atlantikschlacht zur Vorbereitung der Offiziere auf die sich ständig ändernden Bedingungen der alliierten Abwehr.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch PERS 6 Personalakten: In den Werdegängen dokumentiert der Eintrag „Komm. zum Zwischenlehrgang an der MSM“ die planmäßige Laufbahnentwicklung.
BArch RM 121 U-Boots-Lehrdivisionen: Dokumentation von Zwischenlehrgänge für technisches Personal, insbesondere an der 2. U.L.D. in Neustadt.
BArch RM 20 Schulen der Kriegsmarine: Belegt detaillierte Lehrpläne, Prüfungslisten und Erfolgsübersichten dieser Ausbildungsphasen.
Literaturverweise
Marinedienstvorschrift Nr. 32 Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine (Laufbahnbestimmungen).
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt 160: Ausbildungswesen).
Teske, Hermann (Hrsg.) "Die deutschen Marinen 1848–1945" (Details zur personellen und ausbildungstechnischen Struktur).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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