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1. Marine-Infanteriedivision: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die 1. Marine-Infanteriedivision entstand am 01.02.1945 in Stettin aus der Marine-Schützenbrigade Nord. Die Aufstellung ging auf das Betreiben von Großadmiral Dönitz und Heinrich Himmler zurück, um einen kampfkräftigen Marineverband an der Oderfront zu schaffen. Die Division wurde nach dem Vorbild einer Volksgrenadier-Division gegliedert, wobei Ende Februar 1945 die Marineführung durch Heeresoffiziere ersetzt wurde. Nach verlustreichen Kämpfen im Brückenkopf Greifenhagen-Altdamm und dem Durchbruch der Roten Armee an der Ueckerlinie löste sich die Division Anfang Mai 1945 im Raum Schwerin auf.
| colspan="3" | Die 1. Marine-Infanteriedivision entstand am 01.02.1945 in Stettin aus der Marine-Schützenbrigade Nord. Die Aufstellung ging auf das Betreiben von Großadmiral Dönitz und Heinrich Himmler zurück, um einen kampfkräftigen Marineverband an der Oderfront zu schaffen. Die Division wurde nach dem Vorbild einer Volksgrenadier-Division gegliedert, wobei Ende Februar 1945 die Marineführung durch Heeresoffiziere ersetzt wurde. Sie umfasste die Marine-Infanterie-Regimenter 1, 2 und 4 sowie spezialisierte Einheiten wie das Marine-Füsilier-Bataillon 1. Nach verlustreichen Kämpfen im Brückenkopf Greifenhagen-Altdamm und dem Durchbruch der Roten Armee an der Ueckerlinie löste sich die Division Anfang Mai 1945 im Raum Schwerin auf, nachdem sich der Kommandeur in britische Gefangenschaft begeben hatte.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Am 01.02.1945 in Stettin formiert; Umgliederung der Marine-Schützenbrigade Nord in die Marine-Infanterie-Regimenter 1, 2 und 4 sowie Bildung spezialisierter Pionier- und Füsilier-Bataillone.
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| Standort: || colspan="3" | Einsatzraum an der Oderfront zwischen Schwedt und Zehden; Verteidigung des Westufers der Oder und der Brückeköpfe. Stabslage ab 07.02.1945 in Parstein, später Rückzugskämpfe durch Mecklenburg.
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| Technik: || colspan="3" | Infanteristische Ausrüstung ergänzt durch Panzerjäger-Abteilungen und ein eigenes Artillerie-Regiment ab März 1945. Einsatz von Marine-Alarmeinheiten wie dem Flottenflak-Regiment als letztes Aufgebot.
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| Ende 1945: || colspan="3" | Nach der Zerschlagung an der Ueckerlinie und dem Durchbruch des Gegners bei Prenzlau löste sich die Division am 02./03.05.1945 bei Schwerin auf und begab sich in britische Gefangenschaft.
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| Oder-Verteidigung: || colspan="3" | Das verstärkte Regiment 1 verteidigte die Zugänge zur Buchheide südlich der Autobahn, während das Regiment 2 die strategisch wichtige Oderbrücke in Greifenhagen hielt.
| Innendienst: || colspan="3" | Führung des Divisionsstabes (ab 07.02.1945 in Parstein); Koordination der Umgliederung von Schützen- zu Infanterie-Regimentern sowie Organisation des Versorgungs-Regiments.
 
 
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| Heeres-Einfluss: || colspan="3" | Um die Division nach Art einer Volksgrenadier-Division zu führen, wurden ab Ende Februar 1945 erfahrene Heeresoffiziere als Regiments- und Bataillonskommandeure in die Marinestruktur integriert.
| Personalführung: || colspan="3" | Umbildung der Marine-Schützen-Bataillone 307 und 308 in Pionier- und Füsilier-Einheiten; Verwaltung der Alarmeinheiten des letzten Aufgebots im Raum Neustrelitz.
 
 
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| Letztes Aufgebot: || colspan="3" | Einsatz der Panzerjagd-Brigade Marine und der Marine-Ersatz-Bataillone im Rückzugsraum Neustrelitz, was die Verluste unter den oft unzureichend ausgebildeten Marinesoldaten massiv erhöhte.
| Gefechtsstation: || colspan="3" | Verteidigung des Oder-Westufers und der Zugänge zur Buchheide; taktische Leitung der Brückenkopfverteidigung Greifenhagen bis zur Sprengung der Oderbrücke im März 1945.
 
 
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| Personalopfer: || colspan="3" | Die Aufstellung entzog der U-Boot-Waffe wertvolles technisches Personal der Werften und Stützpunkte, um es im aussichtslosen infanteristischen Erdkampf an der Oderfront einzusetzen.
| Führungshärte: || colspan="3" | Der Einsatz von Marinepersonal im infanteristischen Erdkampf unter dem XXXXVI. Panzerkorps erforderte extreme administrative Reife und Standhaftigkeit gegenüber dem massiven Angriffsdruck.
 
 
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| Stützpunkt-Schutz: || colspan="3" | Durch die Verteidigung der Oder-Linie sollte die logistische Basis in Stettin gesichert werden, um die Operationsfähigkeit der im Osten verbliebenen Marine-Einheiten aufrechtzuerhalten.
| Spezial-Personal: || colspan="3" | Einheiten wie die Panzerjagd-Brigade Marine und das Marine-Infanterie-Ersatz-Bataillon 1 dienten als letztes Aufgebot zur Stützung der 3. Panzerarmee südlich von Stettin.
 
 
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| Führungshärte: || colspan="3" | Der Einsatz unter Himmler (Heeresgruppe Weichsel) demonstrierte die kompromisslose Unterordnung aller Marine-Ressourcen unter die Erfordernisse der Landfront-Verteidigung in der Endphase.
| Taktische Schule: || colspan="3" | Die verlustreichen Abwehrkämpfe in der Wotanstellung und an der Ueckerlinie schulten die für Marineangehörige essentielle Fähigkeit zur geordneten Verteidigung unter chaotischen Rückzugsbedingungen.
 
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
 
 
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| BArch RM 61-II || colspan="3" | Marine-Schützen-Verbände: Dokumentation der Aufstellungsbefehle und der operativen Unterstellung beim Generalkommando Korps Oder.
| BArch RM 61-II || colspan="3" | Marine-Schützen-Verbände: Invenio-Nachweis über die Aufstellung der 1. Marine-Infanteriedivision und die Unterstellung beim Generalkommando Korps Oder.
 
 
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| BArch RH 20-3 || colspan="3" | 3. Panzerarmee: Kriegstagebücher über die taktische Verwendung der Marinedivision im Brückenkopf Greifenhagen - Altdamm.
| BArch RH 20-3 || colspan="3" | 3. Panzerarmee: Kriegstagebücher zur operativen Verwendung der Marinedivision im Brückenkopf Greifenhagen - Altdamm und südlich der Stettiner Autobahn.
 
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Nachweise über die Kommandierung von Marine-Spezialpersonal zu den Infanterie-Regimentern 1, 2 und 4.
| BArch RHD 18 || colspan="3" | M.Dv. 32: Offizielle Dienstvorschrift zur Regelung der Kompetenzen zwischen Marine-Infanterieverbänden und den unterstellten Feldersatz-Bataillonen.
 
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Marine-Infanterie: Gliederung der Regimenter und Divisionsstruktur).
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945 (Band 2, Abschnitt Marine-Infanterie: Gliederung der Regimenter 1, 2 und 4 sowie der Divisionsstruktur).
 
 
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| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS" (Details zur Gliederung nach Volksgrenadier-Art).
| Tessin, Georg || colspan="3" | Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS (Details zur Gliederung nach Volksgrenadier-Art und den Rückzugskämpfen durch Mecklenburg).
 
 
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| Lakowski, Richard || colspan="3" | "Die Wehrmacht an der Oderfront 1945" (Einsatzberichte über die Kämpfe im Raum Stettin und Greifenhagen).
| Lakowski, Richard || colspan="3" | Die Wehrmacht an der Oderfront 1945 (Einsatzberichte über die Kämpfe im Raum Schwedt, Zehden und die Vernichtung der Gruppe Wellmann).
 
 
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
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Aktuelle Version vom 5. März 2026, 15:11 Uhr

Verband 1. Marine-Infanteriedivision
Die 1. Marine-Infanteriedivision entstand am 01.02.1945 in Stettin aus der Marine-Schützenbrigade Nord. Die Aufstellung ging auf das Betreiben von Großadmiral Dönitz und Heinrich Himmler zurück, um einen kampfkräftigen Marineverband an der Oderfront zu schaffen. Die Division wurde nach dem Vorbild einer Volksgrenadier-Division gegliedert, wobei Ende Februar 1945 die Marineführung durch Heeresoffiziere ersetzt wurde. Nach verlustreichen Kämpfen im Brückenkopf Greifenhagen-Altdamm und dem Durchbruch der Roten Armee an der Ueckerlinie löste sich die Division Anfang Mai 1945 im Raum Schwerin auf.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Am 01.02.1945 in Stettin formiert; Umgliederung der Marine-Schützenbrigade Nord in die Marine-Infanterie-Regimenter 1, 2 und 4 sowie Bildung spezialisierter Pionier- und Füsilier-Bataillone.
Standort: Einsatzraum an der Oderfront zwischen Schwedt und Zehden; Verteidigung des Westufers der Oder und der Brückeköpfe. Stabslage ab 07.02.1945 in Parstein, später Rückzugskämpfe durch Mecklenburg.
Technik: Infanteristische Ausrüstung ergänzt durch Panzerjäger-Abteilungen und ein eigenes Artillerie-Regiment ab März 1945. Einsatz von Marine-Alarmeinheiten wie dem Flottenflak-Regiment als letztes Aufgebot.
Ende 1945: Nach der Zerschlagung an der Ueckerlinie und dem Durchbruch des Gegners bei Prenzlau löste sich die Division am 02./03.05.1945 bei Schwerin auf und begab sich in britische Gefangenschaft.
Spezifische Merkmale & Sicherung
Oder-Verteidigung: Das verstärkte Regiment 1 verteidigte die Zugänge zur Buchheide südlich der Autobahn, während das Regiment 2 die strategisch wichtige Oderbrücke in Greifenhagen hielt.
Heeres-Einfluss: Um die Division nach Art einer Volksgrenadier-Division zu führen, wurden ab Ende Februar 1945 erfahrene Heeresoffiziere als Regiments- und Bataillonskommandeure in die Marinestruktur integriert.
Letztes Aufgebot: Einsatz der Panzerjagd-Brigade Marine und der Marine-Ersatz-Bataillone im Rückzugsraum Neustrelitz, was die Verluste unter den oft unzureichend ausgebildeten Marinesoldaten massiv erhöhte.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Personalopfer: Die Aufstellung entzog der U-Boot-Waffe wertvolles technisches Personal der Werften und Stützpunkte, um es im aussichtslosen infanteristischen Erdkampf an der Oderfront einzusetzen.
Stützpunkt-Schutz: Durch die Verteidigung der Oder-Linie sollte die logistische Basis in Stettin gesichert werden, um die Operationsfähigkeit der im Osten verbliebenen Marine-Einheiten aufrechtzuerhalten.
Führungshärte: Der Einsatz unter Himmler (Heeresgruppe Weichsel) demonstrierte die kompromisslose Unterordnung aller Marine-Ressourcen unter die Erfordernisse der Landfront-Verteidigung in der Endphase.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 61-II Marine-Schützen-Verbände: Dokumentation der Aufstellungsbefehle und der operativen Unterstellung beim Generalkommando Korps Oder.
BArch RH 20-3 3. Panzerarmee: Kriegstagebücher über die taktische Verwendung der Marinedivision im Brückenkopf Greifenhagen - Altdamm.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Kommandierung von Marine-Spezialpersonal zu den Infanterie-Regimentern 1, 2 und 4.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Marine-Infanterie: Gliederung der Regimenter und Divisionsstruktur).
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS" (Details zur Gliederung nach Volksgrenadier-Art).
Lakowski, Richard "Die Wehrmacht an der Oderfront 1945" (Einsatzberichte über die Kämpfe im Raum Stettin und Greifenhagen).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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