Aktionen

Marine-Bataillon Emmermann: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

(Die Seite wurde neu angelegt: „{| style="background-color:#FFFFE0; border:3px double black; width:100%; table-layout:fixed; border-collapse:separate; padding:10px; font-weight:normal;" |- |…“)
 
 
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0; border:3px double black; width:100%; table-layout:fixed; border-collapse:separate; padding:10px; font-weight:normal;"
+
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
 
 
 
|-
 
|-
|
+
| || colspan="3" |
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed; background-color:#FFFFE0; font-weight:normal;"
 
  
 +
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed;"
 
|-
 
|-
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:25%" |
Zeile 11: Zeile 10:
 
! Verband
 
! Verband
 
! '''Marine-Bataillon Emmermann'''
 
! '''Marine-Bataillon Emmermann'''
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| colspan="3" | Das Marine-Bataillon „Emmermann“ (auch bekannt als Marine-Schützen-Bataillon Emmermann) war ein improvisierter Infanterieverband der Kriegsmarine in der Endphase des Zweiten Weltkriegs. Benannt nach seinem Kommandeur, dem hochdekorierten U-Boot-Kommandanten Korvettenkapitän Günter Emmermann, bestand die Einheit primär aus Personal der U-Boot-Waffe und Lehrdivisionen, das im Erdkampf gegen die vorrückenden alliierten Truppen eingesetzt wurde.
 
| colspan="3" | Das Marine-Bataillon „Emmermann“ (auch bekannt als Marine-Schützen-Bataillon Emmermann) war ein improvisierter Infanterieverband der Kriegsmarine in der Endphase des Zweiten Weltkriegs. Benannt nach seinem Kommandeur, dem hochdekorierten U-Boot-Kommandanten Korvettenkapitän Günter Emmermann, bestand die Einheit primär aus Personal der U-Boot-Waffe und Lehrdivisionen, das im Erdkampf gegen die vorrückenden alliierten Truppen eingesetzt wurde.
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Entstehung, Funktion und Ende
 
! colspan="3" | Entstehung, Funktion und Ende
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| Aufstellung: || colspan="3" | Formiert im Frühjahr 1945 aus dem Personalstamm der 31. U-Flottille sowie Lehrkräften und Schülern der U-Lehrdivisionen im Raum Hamburg / Wesermünde.
 
| Aufstellung: || colspan="3" | Formiert im Frühjahr 1945 aus dem Personalstamm der 31. U-Flottille sowie Lehrkräften und Schülern der U-Lehrdivisionen im Raum Hamburg / Wesermünde.
 
|-
 
|-
 
 
| Standort: || colspan="3" | Einsatzschwerpunkt war die Verteidigung des norddeutschen Raums, insbesondere die Sicherung der Elbe-Linie und der Rückzugswege im Raum Hamburg gegen britische Panzerspitzen.
 
| Standort: || colspan="3" | Einsatzschwerpunkt war die Verteidigung des norddeutschen Raums, insbesondere die Sicherung der Elbe-Linie und der Rückzugswege im Raum Hamburg gegen britische Panzerspitzen.
 
|-
 
|-
 
 
| Technik: || colspan="3" | Infanteristische Ausrüstung mit leichten Handfeuerwaffen, Panzerfäusten und Handgranaten. Die Einheit operierte aufgrund des Mangels an schweren Waffen primär im verzögernden Widerstand.
 
| Technik: || colspan="3" | Infanteristische Ausrüstung mit leichten Handfeuerwaffen, Panzerfäusten und Handgranaten. Die Einheit operierte aufgrund des Mangels an schweren Waffen primär im verzögernden Widerstand.
 
|-
 
|-
 
 
| Ende 1945: || colspan="3" | Das Bataillon löste sich mit der Kapitulation im Raum Norddeutschland im Mai 1945 auf; die verbliebenen Angehörigen der U-Boot-Waffe begaben sich in britische Gefangenschaft.
 
| Ende 1945: || colspan="3" | Das Bataillon löste sich mit der Kapitulation im Raum Norddeutschland im Mai 1945 auf; die verbliebenen Angehörigen der U-Boot-Waffe begaben sich in britische Gefangenschaft.
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Spezifische Merkmale
 
! colspan="3" | Spezifische Merkmale
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| Kommandoführung: || colspan="3" | Die Führung durch den erfahrenen Ritterkreuzträger Günter Emmermann verlieh dem Verband trotz mangelnder Infanterieausbildung eine hohe disziplinarische Standhaftigkeit.
 
| Kommandoführung: || colspan="3" | Die Führung durch den erfahrenen Ritterkreuzträger Günter Emmermann verlieh dem Verband trotz mangelnder Infanterieausbildung eine hohe disziplinarische Standhaftigkeit.
 
|-
 
|-
 
 
| Alarmverband: || colspan="3" | Als klassische „Alarmeinheit“ wurde das Bataillon ohne schwere logistische Unterstützung direkt aus den Schulungszentren an die drohenden Einbruchstellen der Landfront geworfen.
 
| Alarmverband: || colspan="3" | Als klassische „Alarmeinheit“ wurde das Bataillon ohne schwere logistische Unterstützung direkt aus den Schulungszentren an die drohenden Einbruchstellen der Landfront geworfen.
 
|-
 
|-
 
 
| Erdkampf-Umschulung: || colspan="3" | Das hochspezialisierte technische Personal der U-Boot-Waffe musste innerhalb weniger Tage für den infanteristischen Häuser- und Stellungskampf umschulen.
 
| Erdkampf-Umschulung: || colspan="3" | Das hochspezialisierte technische Personal der U-Boot-Waffe musste innerhalb weniger Tage für den infanteristischen Häuser- und Stellungskampf umschulen.
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| Personalopfer: || colspan="3" | Die Aufstellung des Bataillons markierte das Ende der operativen U-Boot-Ausbildung, da das Lehrpersonal zur Verteidigung der Stützpunkte als Infanterie eingesetzt wurde.
 
| Personalopfer: || colspan="3" | Die Aufstellung des Bataillons markierte das Ende der operativen U-Boot-Ausbildung, da das Lehrpersonal zur Verteidigung der Stützpunkte als Infanterie eingesetzt wurde.
 
|-
 
|-
 
 
| Stützpunkt-Schutz: || colspan="3" | Primärer Auftrag war der Schutz der verbliebenen Werftanlagen und U-Boot-Bunker vor dem direkten Zugriff feindlicher Landstreitkräfte während der Evakuierungsphase.
 
| Stützpunkt-Schutz: || colspan="3" | Primärer Auftrag war der Schutz der verbliebenen Werftanlagen und U-Boot-Bunker vor dem direkten Zugriff feindlicher Landstreitkräfte während der Evakuierungsphase.
 
|-
 
|-
 
 
| Traditionspflege: || colspan="3" | Trotz der fachfremden Verwendung behielten die Männer ihre Marineuniformen und Abzeichen bei, was den Korpsgeist der U-Boot-Waffe bis in die letzten Gefechte trug.
 
| Traditionspflege: || colspan="3" | Trotz der fachfremden Verwendung behielten die Männer ihre Marineuniformen und Abzeichen bei, was den Korpsgeist der U-Boot-Waffe bis in die letzten Gefechte trug.
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| BArch RM 61-II || colspan="3" | Marine-Schützen-Verbände: Unterlagen zur Aufstellung von Alarmeinheiten aus Personal der U-Boot-Flottillen im Wehrkreis X.
 
| BArch RM 61-II || colspan="3" | Marine-Schützen-Verbände: Unterlagen zur Aufstellung von Alarmeinheiten aus Personal der U-Boot-Flottillen im Wehrkreis X.
 
|-
 
|-
 
 
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Nachweise über die Kommandierung von Korvettenkapitän Günter Emmermann vom BdU zum Marine-Bataillon.
 
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Nachweise über die Kommandierung von Korvettenkapitän Günter Emmermann vom BdU zum Marine-Bataillon.
 
|-
 
|-
 
 
| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Berichte über den Einsatz von Marine-Infanterie zur Sicherung der Elbe-Mündung und des Hamburger Hafens.
 
| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Berichte über den Einsatz von Marine-Infanterie zur Sicherung der Elbe-Mündung und des Hamburger Hafens.
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Literaturverweise
 
! colspan="3" | Literaturverweise
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Marine-Infanterie: Alarmeinheiten der U-Boot-Waffe).
 
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Marine-Infanterie: Alarmeinheiten der U-Boot-Waffe).
 
|-
 
|-
 
 
| Busch / Röll || colspan="3" | "Der U-Boot-Krieg 1939-1945" (Band: Die Ritterkreuzträger der U-Boot-Waffe - Details zu Emmermanns letztem Kommando).
 
| Busch / Röll || colspan="3" | "Der U-Boot-Krieg 1939-1945" (Band: Die Ritterkreuzträger der U-Boot-Waffe - Details zu Emmermanns letztem Kommando).
 
|-
 
|-
 
 
| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS" (Gliederung der Marine-Schützen-Einheiten 1945).
 
| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS" (Gliederung der Marine-Schützen-Einheiten 1945).
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" |
 
! colspan="3" |
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
|-
 
|-
 
 
|}
 
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 5. März 2026, 16:00 Uhr

Verband Marine-Bataillon Emmermann
Das Marine-Bataillon „Emmermann“ (auch bekannt als Marine-Schützen-Bataillon Emmermann) war ein improvisierter Infanterieverband der Kriegsmarine in der Endphase des Zweiten Weltkriegs. Benannt nach seinem Kommandeur, dem hochdekorierten U-Boot-Kommandanten Korvettenkapitän Günter Emmermann, bestand die Einheit primär aus Personal der U-Boot-Waffe und Lehrdivisionen, das im Erdkampf gegen die vorrückenden alliierten Truppen eingesetzt wurde.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Formiert im Frühjahr 1945 aus dem Personalstamm der 31. U-Flottille sowie Lehrkräften und Schülern der U-Lehrdivisionen im Raum Hamburg / Wesermünde.
Standort: Einsatzschwerpunkt war die Verteidigung des norddeutschen Raums, insbesondere die Sicherung der Elbe-Linie und der Rückzugswege im Raum Hamburg gegen britische Panzerspitzen.
Technik: Infanteristische Ausrüstung mit leichten Handfeuerwaffen, Panzerfäusten und Handgranaten. Die Einheit operierte aufgrund des Mangels an schweren Waffen primär im verzögernden Widerstand.
Ende 1945: Das Bataillon löste sich mit der Kapitulation im Raum Norddeutschland im Mai 1945 auf; die verbliebenen Angehörigen der U-Boot-Waffe begaben sich in britische Gefangenschaft.
Spezifische Merkmale
Kommandoführung: Die Führung durch den erfahrenen Ritterkreuzträger Günter Emmermann verlieh dem Verband trotz mangelnder Infanterieausbildung eine hohe disziplinarische Standhaftigkeit.
Alarmverband: Als klassische „Alarmeinheit“ wurde das Bataillon ohne schwere logistische Unterstützung direkt aus den Schulungszentren an die drohenden Einbruchstellen der Landfront geworfen.
Erdkampf-Umschulung: Das hochspezialisierte technische Personal der U-Boot-Waffe musste innerhalb weniger Tage für den infanteristischen Häuser- und Stellungskampf umschulen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Personalopfer: Die Aufstellung des Bataillons markierte das Ende der operativen U-Boot-Ausbildung, da das Lehrpersonal zur Verteidigung der Stützpunkte als Infanterie eingesetzt wurde.
Stützpunkt-Schutz: Primärer Auftrag war der Schutz der verbliebenen Werftanlagen und U-Boot-Bunker vor dem direkten Zugriff feindlicher Landstreitkräfte während der Evakuierungsphase.
Traditionspflege: Trotz der fachfremden Verwendung behielten die Männer ihre Marineuniformen und Abzeichen bei, was den Korpsgeist der U-Boot-Waffe bis in die letzten Gefechte trug.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 61-II Marine-Schützen-Verbände: Unterlagen zur Aufstellung von Alarmeinheiten aus Personal der U-Boot-Flottillen im Wehrkreis X.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Kommandierung von Korvettenkapitän Günter Emmermann vom BdU zum Marine-Bataillon.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über den Einsatz von Marine-Infanterie zur Sicherung der Elbe-Mündung und des Hamburger Hafens.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Marine-Infanterie: Alarmeinheiten der U-Boot-Waffe).
Busch / Röll "Der U-Boot-Krieg 1939-1945" (Band: Die Ritterkreuzträger der U-Boot-Waffe - Details zu Emmermanns letztem Kommando).
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS" (Gliederung der Marine-Schützen-Einheiten 1945).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132