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Wehrmachtsgefängnis Anklam: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Das Wehrmachtsgefängnis Anklam war eine zentrale militärische Justizvollzugsanstalt während des Zweiten Weltkriegs. Es diente dem Vollzug von Freiheitsstrafen, die durch Wehrmachtsgerichte gegen Angehörige aller Wehrmachtsteile, einschließlich der Kriegsmarine, verhängt wurden. Die Anstalt war für ihre harten Haftbedingungen und die strenge Disziplinierung bekannt. Neben dem regulären Strafvollzug fungierte Anklam auch als Sammelpunkt für Verurteilte, die vor der Überstellung in Feldstrafgefangenen-Abteilungen oder zur Bewährung an die Front standen.
 
| colspan="3" | Das Wehrmachtsgefängnis Anklam war eine zentrale militärische Justizvollzugsanstalt während des Zweiten Weltkriegs. Es diente dem Vollzug von Freiheitsstrafen, die durch Wehrmachtsgerichte gegen Angehörige aller Wehrmachtsteile, einschließlich der Kriegsmarine, verhängt wurden. Die Anstalt war für ihre harten Haftbedingungen und die strenge Disziplinierung bekannt. Neben dem regulären Strafvollzug fungierte Anklam auch als Sammelpunkt für Verurteilte, die vor der Überstellung in Feldstrafgefangenen-Abteilungen oder zur Bewährung an die Front standen.
 
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| Aufstellung: || colspan="3" | Neubau und Inbetriebnahme im Jahr 1940 als modernstes Militärgefängnis des Reiches; administrativ der Wehrmachtrechtsabteilung unterstellt.
 
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| Standort: || colspan="3" | Anklam (Pommern). Die Anlage war als massiver Backsteinbau mit Einzel- und Gemeinschaftszellen sowie Werkstätten für Zwangsarbeit konzipiert.
 
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| Aufgabe: || colspan="3" | Vollzug von Festungshaft, Gefängnisstrafen und Untersuchungshaft bei schweren militärischen Vergehen wie Fahnenflucht, Wehrkraftzersetzung oder Gehorsamsverweigerung.
 
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| Ende 1945: || colspan="3" | Mit dem Herannahen der Roten Armee im Frühjahr 1945 wurde das Gefängnis geräumt. Nach dem Krieg wurde die Anlage für verschiedene Zwecke, u.a. durch die DDR-Behörden, weitergenutzt.
 
| Ende 1945: || colspan="3" | Mit dem Herannahen der Roten Armee im Frühjahr 1945 wurde das Gefängnis geräumt. Nach dem Krieg wurde die Anlage für verschiedene Zwecke, u.a. durch die DDR-Behörden, weitergenutzt.
 
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| Vollzugsalltag: || colspan="3" | Geprägt durch militärischen Drill, Arbeitszwang in der Rüstungsproduktion und drakonische Strafen bei Verstößen gegen die Hausordnung.
 
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| Marinekontingent: || colspan="3" | Aufgrund der Nähe zu den Ostseestützpunkten (Kiel, Swinemünde, Gotenhafen) war ein hoher Anteil an Marineangehörigen unter den Inhaftierten zu verzeichnen.
 
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| Gerichtsbarkeit: || colspan="3" | Enge Koordination mit dem Gericht der Marinestation der Ostsee bezüglich der Aufnahme von verurteilten Matrosen und Offizieren.
 
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| Bewährung: || colspan="3" | Inhaftierte U-Boot-Fahrer konnten in Einzelfällen durch "Bewährung vor dem Feind" vorzeitig aus der Haft entlassen werden, um den hohen Personalbedarf an der Front zu decken.
 
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| Abschreckung: || colspan="3" | Die Verbringung nach Anklam galt innerhalb der U-Boot-Waffe als schwerwiegendes Brandmal und diente der Aufrechterhaltung der eisernen Disziplin in der Elitewaffe.
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Marinegerichtsbarkeit und Strafvollzug).
 
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Marinegerichtsbarkeit und Strafvollzug).
 
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| Haase, Norbert || colspan="3" | „Das Wehrmachtsgefängnis Anklam“ (Detaillierte Untersuchung zur Geschichte und Funktion der Anstalt).
 
| Haase, Norbert || colspan="3" | „Das Wehrmachtsgefängnis Anklam“ (Detaillierte Untersuchung zur Geschichte und Funktion der Anstalt).
 
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Aktuelle Version vom 6. März 2026, 11:18 Uhr

Dienststelle Wehrmachtsgefängnis Anklam
Das Wehrmachtsgefängnis Anklam war eine zentrale militärische Justizvollzugsanstalt während des Zweiten Weltkriegs. Es diente dem Vollzug von Freiheitsstrafen, die durch Wehrmachtsgerichte gegen Angehörige aller Wehrmachtsteile, einschließlich der Kriegsmarine, verhängt wurden. Die Anstalt war für ihre harten Haftbedingungen und die strenge Disziplinierung bekannt. Neben dem regulären Strafvollzug fungierte Anklam auch als Sammelpunkt für Verurteilte, die vor der Überstellung in Feldstrafgefangenen-Abteilungen oder zur Bewährung an die Front standen.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Neubau und Inbetriebnahme im Jahr 1940 als modernstes Militärgefängnis des Reiches; administrativ der Wehrmachtrechtsabteilung unterstellt.
Standort: Anklam (Pommern). Die Anlage war als massiver Backsteinbau mit Einzel- und Gemeinschaftszellen sowie Werkstätten für Zwangsarbeit konzipiert.
Aufgabe: Vollzug von Festungshaft, Gefängnisstrafen und Untersuchungshaft bei schweren militärischen Vergehen wie Fahnenflucht, Wehrkraftzersetzung oder Gehorsamsverweigerung.
Ende 1945: Mit dem Herannahen der Roten Armee im Frühjahr 1945 wurde das Gefängnis geräumt. Nach dem Krieg wurde die Anlage für verschiedene Zwecke, u.a. durch die DDR-Behörden, weitergenutzt.
Spezifische Merkmale
Vollzugsalltag: Geprägt durch militärischen Drill, Arbeitszwang in der Rüstungsproduktion und drakonische Strafen bei Verstößen gegen die Hausordnung.
Marinekontingent: Aufgrund der Nähe zu den Ostseestützpunkten (Kiel, Swinemünde, Gotenhafen) war ein hoher Anteil an Marineangehörigen unter den Inhaftierten zu verzeichnen.
Gerichtsbarkeit: Enge Koordination mit dem Gericht der Marinestation der Ostsee bezüglich der Aufnahme von verurteilten Matrosen und Offizieren.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Disziplinarstrafen: Marineangehörige aus U-Boot-Lehrdivisionen oder Flottillen, die wegen schwerer Dienstvergehen verurteilt wurden, verbüßten hier ihre Strafen vor einer möglichen Wiedereingliederung.
Bewährung: Inhaftierte U-Boot-Fahrer konnten in Einzelfällen durch "Bewährung vor dem Feind" vorzeitig aus der Haft entlassen werden, um den hohen Personalbedarf an der Front zu decken.
Abschreckung: Die Verbringung nach Anklam galt innerhalb der U-Boot-Waffe als schwerwiegendes Brandmal und diente der Aufrechterhaltung der eisernen Disziplin in der Elitewaffe.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RW 7 OKW / Wehrrechtsabteilung: Akten über die Verwaltung und Belegung der Wehrmachtsgefängnisse, insbesondere Anklam.
BArch PERS 6 Personalakten: Einträge über Strafurteile und Haftzeiten von Marineangehörigen im Wehrmachtsgefängnis Anklam.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Marinegerichtsbarkeit und Strafvollzug).
Haase, Norbert „Das Wehrmachtsgefängnis Anklam“ (Detaillierte Untersuchung zur Geschichte und Funktion der Anstalt).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132