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15. Vorpostenflottille: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Die 15. Vorpostenflottille (15. Vp.-Flottille) war einer der wichtigsten Sicherungsverbände im Ärmelkanal. Für die U-Boot-Waffe war sie von strategischer Bedeutung, da sie u.a. die hochgefährdete Durchfahrtsstrecke der Boote entlang der französischen Kanalküste gegen britische Angriffe absicherte.
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| colspan="3" | Die 15. Vorpostenflottille (15. Vp.-Flottille) war ein zentraler Sicherungsverband der Kriegsmarine, der strategische Bedeutung für den Schutz der Seewege im Ärmelkanal und später in Norwegen besaß. Sie sicherte die hochgefährdeten Durchfahrtsstrecken deutscher Einheiten gegen britische See- und Luftstreitkräfte ab. Nach schweren Verlusten während der alliierten Invasion in der Normandie 1944 wurden die Reste der Flottille nach Norwegen verlegt, wo sie bis Kriegsende im Geleitdienst entlang der Küste operierten.
 
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! colspan="3" | Operativer Werdegang
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| colspan="3" | September 1939: Aufstellung und Einsatz beim Befehlshaber der Sicherung der Ostsee.
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| Aufstellung: || colspan="3" | September 1939; zunächst unter dem Befehlshaber der Sicherung der Ostsee (B.S.O.) eingesetzt.
 
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| colspan="3" | Herbst 1940: Verlegung in den Ärmelkanal zur 2. Sicherungsdivision. Hauptaufgabe: Sicherung des Kanalverkehrs und Abwehr britischer Angriffe.
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| Einsatzraum: || colspan="3" | Herbst 1940 Verlegung in den Ärmelkanal (2. Sicherungsdivision); ab September 1944 Neukonstituierung in Norwegen.
 
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| colspan="3" | Juni - August 1944: Schwere Verluste während der alliierten Invasion in der Normandie; die meisten Boote der Flottille wurden versenkt oder mussten selbstversenkt werden.
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| Aufgabe: || colspan="3" | Sicherung des Kanalverkehrs; Abwehr britischer Angriffe; Geleitschutz für Nachschubtransporte; Küstensicherung.
 
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| colspan="3" | September 1944: Die Reste der Flottille verlegten nach Norwegen. Dort wurde die Einheit neu formiert und im Geleitdienst entlang der norwegischen Küste eingesetzt.
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| Ende 1945: || colspan="3" | Auflösung der Flottille nach der Gesamtkapitulation im Mai 1945 in norwegischen Gewässern.
 
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| colspan="3" | Erhalt der norwegischen Nachschublinien: Nach dem Verlust der französischen Basen war Norwegen der letzte Rückzugsraum der U-Boot-Waffe. Die 15. Vp.-Flottille sicherte dort ab Herbst 1944 die lebensnotwendigen Geleite für Brennstoff und Torpedos zwischen Oslo, Bergen und Trondheim.
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| 1940 – 1944: || colspan="3" | Intensiver Sicherungsdienst im Ärmelkanal; Abwehr zahlreicher Vorstöße britischer Schnellboote und Zerstörer.
 
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| colspan="3" | Personaltransfer: Soldaten, deren Boote im Kanal verloren gingen, wurden oft direkt in die U-Boot-Stammkompanien in Norwegen eingegliedert oder verstärkten die Besatzungen der neuen Elektroboote Typ XXIII, die von norwegischen Häfen aus operierten.
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| Invasion 1944: || colspan="3" | Juni bis August 1944: Schwere Gefechte während der Operation Overlord; Totalverlust der meisten Boote durch Versenkung oder Selbstversenkung.
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| Norwegen: || colspan="3" | Ab Herbst 1944 Einsatz im Bereich des Admirals der norwegischen Westküste zur Sicherung der lebenswichtigen Nachschublinien.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| BArch RM 106/331-338 || colspan="3" | KTB 15. Vp.-Flottille. Dokumentiert die dramatischen Verlustberichte aus dem Kanal (1944) und die anschließende Neuorganisation in Norwegen.
 
 
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| BArch RM 45-III || colspan="3" | Marinedienststellen in Norwegen. Belegt die operative Unterstellung der Flottille in den letzten Kriegsmonaten.
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| Nachschub: || colspan="3" | Ab Herbst 1944 Sicherung der Geleite für Brennstoff und Torpedos zwischen Oslo, Bergen und Trondheim für die verbliebenen U-Boot-Stützpunkte.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. Werdegänge von Männern, die den harten Wechsel vom Ärmelkanal in den hohen Norden mitmachten.
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| Kanaldurchbruch: || colspan="3" | Unterstützung und Sicherung der U-Boot-Marschwege entlang der französischen Küste gegen britische Überwasserangriffe.
 
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| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Sicherungsflott/VFlottillen/15VFlott.htm| → 15. Vorpostenflottille]
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| Personaltransfer: || colspan="3" | Eingliederung von überlebendem Personal der Flottille in U-Boot-Stammkompanien oder als Verstärkung für die neuen Elektroboote Typ XXIII.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| Walter Lohmann / Hans H. Hildebrand || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte Norwegen).  
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| BArch RM 62 || colspan="3" | Vorpostenflottillen: Kriegstagebücher und Verlustlisten der 15. Vp.-Flottille im Kanal und in Norwegen.
 
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| Erich Gröner || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 8, Hilfsschiffe).
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| BArch RM 54 || colspan="3" | Sicherungsstreitkräfte West: Unterlagen zur operativen Führung der 2. Sicherungsdivision 1940-1944.
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| Marinedienstvorschrift Nr. 32 || colspan="3" | Bestimmungen für die personelle Verwaltung
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Nachweise über die Versetzung von Flottillenangehörigen zur U-Boot-Waffe nach dem Verlust der Boote.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel Sicherungsstreitkräfte: Vorpostenflottillen).
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| Gröner, Erich || colspan="3" | „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Vorpostenboote, Hilfsschiffe).
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| Wegner, Günter || colspan="3" | „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Flottillenchefs der 15. Vp.-Flottille).
 
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Aktuelle Version vom 6. März 2026, 14:17 Uhr

Verband 15. Vorpostenflottille
Die 15. Vorpostenflottille (15. Vp.-Flottille) war ein zentraler Sicherungsverband der Kriegsmarine, der strategische Bedeutung für den Schutz der Seewege im Ärmelkanal und später in Norwegen besaß. Sie sicherte die hochgefährdeten Durchfahrtsstrecken deutscher Einheiten gegen britische See- und Luftstreitkräfte ab. Nach schweren Verlusten während der alliierten Invasion in der Normandie 1944 wurden die Reste der Flottille nach Norwegen verlegt, wo sie bis Kriegsende im Geleitdienst entlang der Küste operierten.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: September 1939; zunächst unter dem Befehlshaber der Sicherung der Ostsee (B.S.O.) eingesetzt.
Einsatzraum: Herbst 1940 Verlegung in den Ärmelkanal (2. Sicherungsdivision); ab September 1944 Neukonstituierung in Norwegen.
Aufgabe: Sicherung des Kanalverkehrs; Abwehr britischer Angriffe; Geleitschutz für Nachschubtransporte; Küstensicherung.
Ende 1945: Auflösung der Flottille nach der Gesamtkapitulation im Mai 1945 in norwegischen Gewässern.
Operativer Werdegang
1940 – 1944: Intensiver Sicherungsdienst im Ärmelkanal; Abwehr zahlreicher Vorstöße britischer Schnellboote und Zerstörer.
Invasion 1944: Juni bis August 1944: Schwere Gefechte während der Operation Overlord; Totalverlust der meisten Boote durch Versenkung oder Selbstversenkung.
Norwegen: Ab Herbst 1944 Einsatz im Bereich des Admirals der norwegischen Westküste zur Sicherung der lebenswichtigen Nachschublinien.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Nachschub: Ab Herbst 1944 Sicherung der Geleite für Brennstoff und Torpedos zwischen Oslo, Bergen und Trondheim für die verbliebenen U-Boot-Stützpunkte.
Kanaldurchbruch: Unterstützung und Sicherung der U-Boot-Marschwege entlang der französischen Küste gegen britische Überwasserangriffe.
Personaltransfer: Eingliederung von überlebendem Personal der Flottille in U-Boot-Stammkompanien oder als Verstärkung für die neuen Elektroboote Typ XXIII.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 62 Vorpostenflottillen: Kriegstagebücher und Verlustlisten der 15. Vp.-Flottille im Kanal und in Norwegen.
BArch RM 54 Sicherungsstreitkräfte West: Unterlagen zur operativen Führung der 2. Sicherungsdivision 1940-1944.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Versetzung von Flottillenangehörigen zur U-Boot-Waffe nach dem Verlust der Boote.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel Sicherungsstreitkräfte: Vorpostenflottillen).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Vorpostenboote, Hilfsschiffe).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Flottillenchefs der 15. Vp.-Flottille).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132