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Marine-Panzerjagdregiment 1: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="2" | Das Marine-Panzerjagdregiment 1 wurde im April 1945 (offiziell am 16.04.1945) auf Befehl der Seekriegsleitung als hochspezialisierter Erdkampfverband aufgestellt. Der Personalstamm bestand fast ausschließlich aus U-Boot-Besatzungen, deren Boote sich noch im Bau oder in Werftliegezeiten befanden. Das Regiment gliederte sich in einen Stab und drei Bataillone. Es kam in den letzten Kriegstagen südlich von Harburg zum Einsatz. Ein besonderes Merkmal war die Abstellung des II. Bataillons als Wach-Bataillon für die provisorische Reichsregierung unter Großadmiral Dönitz in Plön bzw. Flensburg.
 
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| Personalstärke: || colspan="2" | Sollstärke 3.000 Mann; tatsächlich erreicht wurden ca. 1.700 Mann (überwiegend U-Boot-Fachpersonal).
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| Tessin, Georg || colspan="2" | „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Gliederung der Marine-Sonderverbände 1945).
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Aktuelle Version vom 7. März 2026, 13:15 Uhr

Verband Marine-Panzerjagdregiment 1
Das Marine-Panzerjagdregiment 1 wurde im April 1945 (offiziell am 16.04.1945) auf Befehl der Seekriegsleitung als hochspezialisierter Erdkampfverband aufgestellt. Der Personalstamm bestand fast ausschließlich aus U-Boot-Besatzungen, deren Boote sich noch im Bau oder in Werftliegezeiten befanden. Das Regiment gliederte sich in einen Stab und drei Bataillone. Es kam in den letzten Kriegstagen südlich von Harburg zum Einsatz. Ein besonderes Merkmal war die Abstellung des II. Bataillons als Wach-Bataillon für die provisorische Reichsregierung unter Großadmiral Dönitz in Plön bzw. Flensburg.
Entstehung, Gliederung und Ende
Aufstellung: 09.04.1945 (Befehl) / 16.04.1945 (offiziell); mobilisiert aus den personellen Reserven der U-Boot-Waffe.
Gliederung: Regimentsstab und drei Bataillone mit jeweils drei Kompanien.
Personalstärke: Sollstärke 3.000 Mann; tatsächlich erreicht wurden ca. 1.700 Mann (überwiegend U-Boot-Fachpersonal).
Ende 1945: Britische Gefangenschaft im Mai 1945 im norddeutschen Raum nach der Gesamtkapitulation.
Operativer Werdegang & Bewaffnung
Einsatzraum: Abwehrkämpfe südlich von Harburg gegen vorrückende britische Panzerspitzen.
Bewaffnung: Ausstattung mit Sturmgeschützen und vereinzelt schweren Panzern (Tiger); primär jedoch Panzerbekämpfung im Nahkampf (Panzerfaust).
Sonderauftrag: Das II. Bataillon fungierte als Wach-Bataillon Dönitz zum Schutz des Oberbefehlsbereichs Nord und der Regierung Dönitz.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Besatzungspool: Einzigartiger Verband, da er fast vollständig aus ausgebildeten U-Boot-Besatzungen (Offiziere, Ingenieure, Fachpersonal) formiert wurde.
Elite-Charakter: Aufgrund der hohen technischen Qualifikation und des Korpsgeistes der U-Boot-Fahrer galt das Regiment als besonders kampfkräftig.
Schicksal: Der Einsatz markiert das Ende der operativen U-Boot-Waffe an Land, wobei technisches Spitzenpersonal im infanteristischen Kampf geopfert wurde.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 8 Oberkommando der Kriegsmarine: Akten über die Aufstellung der Marine-Panzerjagd-Verbände im April 1945.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über U-Boot-Kommandanten und Besatzungen, die zum Panzerjagdregiment 1 versetzt wurden.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über den Schutz der Regierung Dönitz durch das Wach-Bataillon der Marine.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Das Ende: Die Marine-Infanterie).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Gliederung der Marine-Sonderverbände 1945).
Rössler, Eberhard „Die deutsche U-Boot-Waffe“ (Details zum Verbleib der Baubelehrungs-Besatzungen 1945).
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