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Admiral östliche Ostsee: Unterschied zwischen den Versionen

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Aufgestellt am 17.06.1944 durch die Umbenennung des Admirals Ostland. Ab November 1944 gliederte sich der Befehlsbereich von der polnischen Grenze bis in das Baltikum. Der Stab lag in Libau, ab Februar 1945 in Gotenhafen und bei Kriegsende auf Hela.
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| Wegner, Günter || colspan="3" | „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Admirale in den besetzten Ostgebieten).
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| Schön, Heinz || colspan="3" | „Ostsee '45: Menschen, Schiffe, Schicksale“ (Details zu den Evakuierungsmaßnahmen unter Admiral Burchardi).
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| style="text-align:center" colspan="3" |  [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
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Aktuelle Version vom 6. März 2026, 13:04 Uhr

Dienststelle Admiral östliche Ostsee
Die Dienststelle des Admirals östliche Ostsee wurde am 17.06.1944 durch die Umbenennung des Admirals Ostland aufgestellt. Ab November 1944 umfasste der Befehlsbereich das Küstengebiet von der polnischen Grenze bis weit in das Baltikum. Der Admiral war verantwortlich für die Sicherung der Seewege, die Küstenverteidigung sowie die logistische Unterstützung der im Osten operierenden Land- und Seestreitkräfte. In der Endphase des Krieges koordinierte der Stab zudem die massiven Evakuierungstransporte aus den kurländischen und ostpreußischen Häfen.
Entstehung, Standorte und Ende
Aufstellung: 17.06.1944 durch Umbenennung der Dienststelle Admiral Ostland; administrativ dem Marineoberkommando Ostsee unterstellt.
Stabsquartiere: Libau (Lettland); ab Februar 1945 Gotenhafen; bei Kriegsende im Mai 1945 auf der Halbinsel Hela.
Befehlsbereich: Küstenzone von der Grenze des Generalgouvernements/Polen bis in die baltischen Gebiete (Kurland/Estland).
Ende 1945: Mit der Kapitulation der Verbände auf Hela und in Kurland im Mai 1945 wurde die Dienststelle offiziell aufgelöst.
Admirale
00.06.1944 - 00.04.1945: Admiral Theodor Burchardi (vormals Admiral Ostland).
00.04.1945 - 00.05.1945: Vizeadmiral August Thiele.
Spezifische Merkmale
Geleitzugwesen: Organisation und Schutz der Nachschubtransporte für die Heeresgruppe Nord (später Kurland) gegen sowjetische See- und Luftstreitkräfte.
Evakuierung: Maßgebliche Beteiligung an der Operation "Hannibal" zur Rettung von Verwundeten und Flüchtlingen über die Ostsee.
Küstenschutz: Führung der Marine-Artillerieabteilungen und Sicherungsflottillen im Bereich der baltischen Inseln und der kurländischen Küste.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ausbildungsschutz: Sicherung der östlichen Übungsgebiete, um den Schulbetrieb der U-Boot-Flottillen trotz des Näherrückens der Ostfront aufrechtzuerhalten.
Stützpunkte: Verwaltung und Schutz der Ausweichstützpunkte in Libau und Memel, die von U-Booten zur Versorgung und Instandsetzung genutzt wurden.
Rückzug: Koordination der Räumung von U-Boot-Einrichtungen im Baltikum und Sicherstellung des Abtransports von technischem Gerät nach Westen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 35-I Marinebefehlshaber im Osten: Akten über die Dienststelle Admiral Ostland und die Umgliederung zum Admiral östliche Ostsee.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die operative Lage in der östlichen Ostsee und die Verteidigung Kurlands.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Theodor Burchardi und August Thiele im Ostseebereich.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Landdienststellen: Bereich Ostsee).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Admirale in den besetzten Ostgebieten).
Schön, Heinz „Ostsee '45: Menschen, Schiffe, Schicksale“ (Details zu den Evakuierungsmaßnahmen unter Admiral Burchardi).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132