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7. Räumbootsflottille: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Aufgestellt im Herbst 1940 durch die Umbenennung der 11. Räumboots-Flottille unter Verlegung an die holländische und belgische Küste. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Flottille aus den Booten R 151 - R 161. Im Dezember 1940 wurde die Flottille nach Drontheim verlegt. Dort absolvierten die Boote Einfahr- und Übungsfahrten im Drontheim-Fjord. Gleichzeitig wurden die Boote bereits zu Geleitaufgaben eingesetzt. Im Juni 1941 wurde die Flottille nach Kirkenes verlegt und von da ab die folgenden Monate im Wechsel mit der 5. R-Flottille an der Polarküste eingesetzt. Haupt-Einsatzgebiet war zwischen Kirkenes und Petsamo, aber auch zwischen Kirkenes und Hammerfest.
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| colspan="3" | Die 7. Räumbootsflottille wurde im Herbst 1940 durch die Umbenennung der 11. Räumbootsflottille aufgestellt. Nach anfänglichen Einsätzen an der holländischen und belgischen Küste erfolgte im Dezember 1940 die Verlegung nach Drontheim. Ab Juni 1941 operierte der Verband von Kirkenes aus an der Polarküste. Die Flottille war maßgeblich an der Sicherung der Nachschubwege im Eismeer beteiligt und operierte im ständigen Wechsel mit der 5. R-Flottille zwischen Hammerfest, Kirkenes und Petsamo.
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| Aufgabe: || colspan="3" | Minensuchen; Geleitschutz für Küstentransporte; U-Jagd; Sicherung der strategischen Erzhäfen in der Arktis.
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| 1941 – 1945: || colspan="3" | Einsatz in Nordnorwegen (Polarküste); Geleitdienst zwischen Kirkenes, Petsamo und Hammerfest.
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| Ausbildung: || colspan="3" | Durchführung von Einfahr- und Übungsfahrten im Drontheim-Fjord zur Vorbereitung auf den Arktis-Einsatz.
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Stützpunktschutz: || colspan="3" | Sicherung der Ansteuerungswegen für die in Nordnorwegen operierenden U-Boote gegen sowjetische Flankensperren.
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| Eismeergeleite: || colspan="3" | Schutz der Tanker und Versorger, die den Treibstoff für die im Nordmeer eingesetzten U-Boot-Gruppen lieferten.
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| Seenotdienst: || colspan="3" | Beteiligung an Such- und Rettungseinsätzen für havarierte U-Boote oder deren Besatzungen in den extremen Gewässern der Polarküste.
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| BArch RM 61 || colspan="3" | Räumbootsflottillen: Kriegstagebücher und Akten über die Verlegung der 7. R-Flottille nach Kirkenes.
 
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| || colspan="3" | '''Boote der Flottille:'''
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| BArch RM 35-II || colspan="3" | Admiral der norwegischen Nordküste: Unterlagen zur operativen Einbindung der Räumboote in den Eismeerdienst.
 
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| || colspan="3" | R 151, R 152, R 153, R 154, R 155, R 156, R 157, R 158, R 159, R 160, R 161, R 173, R 202, R 223, R 262, R 277
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Offizieren und Besatzungen in den arktischen Sicherungsverbänden.
 
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| || colspan="3" | Begleitschiff war die WESER.
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel Sicherungsstreitkräfte: Räumboote).
 
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| Gröner, Erich || colspan="3" | „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 2: Torpedoboote, Zerstörer, Geleitboote, Räumboote).
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| Wegner, Günter || colspan="3" | „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Flottillenchefs).
 
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| style="text-align:center" colspan="3" |  Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" |  [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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Aktuelle Version vom 6. März 2026, 14:46 Uhr

Verband 7. Räumbootsflottille
Die 7. Räumbootsflottille wurde im Herbst 1940 durch die Umbenennung der 11. Räumbootsflottille aufgestellt. Nach anfänglichen Einsätzen an der holländischen und belgischen Küste erfolgte im Dezember 1940 die Verlegung nach Drontheim. Ab Juni 1941 operierte der Verband von Kirkenes aus an der Polarküste. Die Flottille war maßgeblich an der Sicherung der Nachschubwege im Eismeer beteiligt und operierte im ständigen Wechsel mit der 5. R-Flottille zwischen Hammerfest, Kirkenes und Petsamo.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Herbst 1940 durch Umbenennung der 11. R-Flottille; ausgerüstet mit den Booten R 151 – R 161.
Standorte: Holland/Belgien; ab Dez. 1940 Drontheim; ab Juni 1941 Kirkenes (Nordnorwegen/Eismeer).
Aufgabe: Minensuchen; Geleitschutz für Küstentransporte; U-Jagd; Sicherung der strategischen Erzhäfen in der Arktis.
Ende 1945: Mit der Gesamtkapitulation im Mai 1945 wurde die Flottille in norwegischen Gewässern aufgelöst.
Operationen
1940: Sicherungs- und Minensucheinsätze vor der holländischen und belgischen Küste.
1941 – 1945: Einsatz in Nordnorwegen (Polarküste); Geleitdienst zwischen Kirkenes, Petsamo und Hammerfest.
Ausbildung: Durchführung von Einfahr- und Übungsfahrten im Drontheim-Fjord zur Vorbereitung auf den Arktis-Einsatz.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunktschutz: Sicherung der Ansteuerungswegen für die in Nordnorwegen operierenden U-Boote gegen sowjetische Flankensperren.
Eismeergeleite: Schutz der Tanker und Versorger, die den Treibstoff für die im Nordmeer eingesetzten U-Boot-Gruppen lieferten.
Seenotdienst: Beteiligung an Such- und Rettungseinsätzen für havarierte U-Boote oder deren Besatzungen in den extremen Gewässern der Polarküste.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 61 Räumbootsflottillen: Kriegstagebücher und Akten über die Verlegung der 7. R-Flottille nach Kirkenes.
BArch RM 35-II Admiral der norwegischen Nordküste: Unterlagen zur operativen Einbindung der Räumboote in den Eismeerdienst.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Offizieren und Besatzungen in den arktischen Sicherungsverbänden.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel Sicherungsstreitkräfte: Räumboote).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 2: Torpedoboote, Zerstörer, Geleitboote, Räumboote).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Flottillenchefs).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132