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8. Vorpostenflottille: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 5. März 2026, 12:25 Uhr

Verband 8. Vorpostenflottille
Die 8. Vorpostenflottille wurde im September 1939 bei Kriegsausbruch aufgestellt. Sie war ein Sicherungsverband der Kriegsmarine, der primär im Bereich der Nordsee und später an der niederländischen sowie belgischen Küste eingesetzt wurde. Die Flottille bestand überwiegend aus requirierten Fischdampfern, die für den militärischen Dienst als Vorpostenboote umgerüstet und bewaffnet worden waren. Ihre Hauptaufgabe lag im Geleitschutz, der Seeraumüberwachung und der Abwehr feindlicher Luft- und Überwasserstreitkräfte in den küstennahen Gewässern.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Formiert im September 1939; operativ zunächst dem Führer der Vorpostenboote West (FdV West) unterstellt.
Einsatzraum: Deutsche Bucht, später nach der Besetzung der Niederlande Verlegung in den Raum Den Helder und Hoek van Holland.
Aufgabe: Vorpostendienst; Sicherung von minenfreien Zwangswegen; Flakschutz für Küstengeleite; Rettungsdienst für Flugzeugbesatzungen.
Ende 1945: Mit der Kapitulation im Mai 1945 wurde die Flottille aufgelöst. Teile des Personals und der Boote wurden für Minenräumarbeiten eingesetzt.
Spezifische Merkmale
Bootstypen: Einsatz von robusten Fischdampfern (V-Boote), die aufgrund ihrer Hochseetüchtigkeit für den dauerhaften Wachdienst geeignet waren.
Bewaffnung: Ausrüstung mit 8,8-cm- oder 10,5-cm-Geschützen sowie einer verstärkten leichten Flak-Bewaffnung gegen Tiefflieger.
Verluste: Die Flottille verzeichnete im Kanal- und Küstendienst schwere Verluste durch britische Schnellboote (MTB) und Luftangriffe.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Geleitschutz: Sicherung ein- und auslaufender U-Boote beim Passieren der gefährdeten Küstengewässer in der südlichen Nordsee.
U-Jagd-Abwehr: Unterstützung bei der Vertreibung britischer U-Boote, die in den Mündungsgebieten auf deutsche Einheiten lauerten.
Bergung: Hilfeleistung bei Havarien oder Beschädigungen von U-Booten im Zuständigkeitsbereich der Flottille vor der niederländischen Küste.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 62 Vorpostenflottillen: Kriegstagebücher, Aufstellungsbefehle und Verlustmeldungen der 8. Vorpostenflottille.
BArch RM 54 Sicherungsstreitkräfte in den Niederlanden: Akten über die operative Führung und Geleitzugpläne.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Offizieren und Besatzungsmitgliedern der Flottille.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel Sicherungsstreitkräfte: Vorpostenflottillen).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Vorpostenboote, Hilfsschiffe).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Flottillenchefs).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132