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Hafenschutzflottille Boulogne: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 7. März 2026, 15:03 Uhr

Verband Hafenschutzflottille Boulogne
Die Hafenschutzflottille Boulogne wurde im Februar 1941 formiert. Sie ging aus der Hafenschutzgruppe Boulogne hervor, die zuvor ein Teil der Hafenschutzflottille Kanalküste gewesen war. Der Verband unterstand dem Seekommandanten Boulogne. Zur Sicherung der strategisch wichtigen Hafenanlagen am Ärmelkanal wurden primär kleine zivile Fahrzeuge wie ehemalige Fischerboote und Kriegsfischkutter (KFK) zusammengefasst. Diese Einheiten waren meist nur leicht bewaffnet und aufgrund ihrer Bauweise nur bedingt für den Einsatz auf offener See tauglich.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Februar 1941 durch Umgliederung der Hafenschutzgruppe Boulogne; administrativ der 2. Sicherungsdivision unterstellt.
Standort: Boulogne-sur-Mer (Frankreich). Nutzung der lokalen Infrastruktur zur Abriegelung des Hafens gegen feindliche Vorstöße.
Aufgabe: Sicherung der Hafeneinfahrt; Überwachung von Netzsperren; Kontrolle des zivilen Schiffsverkehrs; Flak-Schutz im Hafenbereich.
Ende 1944: Auflösung im September 1944 nach der Einschließung und anschließenden Einnahme der "Festung Boulogne" durch alliierte Truppen.
Spezifische Merkmale
Bootstypen: Einsatz von requirierten Kuttern und kleinen Dampfern, die für den Wachdienst behelfsmäßig mit Maschinengewehren oder leichter Flak nachgerüstet wurden.
Unterstellung: Operative Führung durch den Seekommandanten Boulogne im Rahmen der Verteidigung der "Invasionsküste".
Einsatz: Permanente Gefährdung durch britische Seefernartillerie und Luftangriffe aufgrund der exponierten Lage am Pas-de-Calais.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Nothafen: Sicherstellung der Liegeplätze und Bewachung von U-Booten, die Boulogne als Ausweichhafen oder zur schnellen Reparatur anliefen.
Wegesicherung: Unterstützung beim Auslaufen von U-Booten durch die küstennahen Minenfelder mittels Signalgebung und Lotsenfunktion.
Hafensperre: Schutz der im Hafen befindlichen maritimen Infrastruktur, die für die Versorgung der U-Boot-Waffe im Westraum von Bedeutung war.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 47 Hafenkommandanturen und Seekommandanten: Akten über die Aufstellung und Gliederung der Hafenschutzflottille Boulogne.
BArch RM 35 Marinebefehlshaber Kanalküste: Unterlagen zur operativen Verwendung der Sicherungskräfte im Bereich Pas-de-Calais.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Marinepersonal am Standort Boulogne zwischen 1941 und 1944.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Sicherungsstreitkräfte: Kanalküste).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Hafenschutz-Verbände).
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte“ (Details zur Verteidigung und Organisation in Boulogne).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132