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Seefliegerhorst Nest: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | In den Jahren 1935 - 1937 wurde ein kombinierter Land- und Seefliegerhorst errichtet. Zum 01.07.1937 wurde hier eine Mehrzweck-Küstenaufklärungsstaffel aufgestellt. Ab 1940 wurde der Platz kaum noch genutzt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs geriet Nest im Frühjahr 1945 während der Kriegshandlungen in einen Kessel und wurde schließlich von der Roten Armee erobert.  
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| colspan="2" | Der Seefliegerhorst Nest wurde zwischen 1935 und 1937 als kombinierter Land- und Seestützpunkt an der pommerschen Ostseeküste errichtet. Ab Juli 1937 diente er als Basis für Mehrzweck-Küstenaufklärungsstaffeln. Während der Platz in den ersten Kriegsjahren eine aktive Rolle in der Seeüberwachung spielte, sank seine Bedeutung ab 1940 erheblich. In der Endphase des Zweiten Weltkriegs wurde Nest im Frühjahr 1945 zum Schauplatz schwerer Kämpfe, geriet in einen Kessel und wurde schließlich von Einheiten der Roten Armee eingenommen.
 
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| Standort: || colspan="2" | Nest (Pommern), auf der Nehrung zwischen dem Jamunder See und der Ostsee gelegen.
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Aktuelle Version vom 7. März 2026, 14:21 Uhr

Dienststelle Seefliegerhorst Nest
Der Seefliegerhorst Nest wurde zwischen 1935 und 1937 als kombinierter Land- und Seestützpunkt an der pommerschen Ostseeküste errichtet. Ab Juli 1937 diente er als Basis für Mehrzweck-Küstenaufklärungsstaffeln. Während der Platz in den ersten Kriegsjahren eine aktive Rolle in der Seeüberwachung spielte, sank seine Bedeutung ab 1940 erheblich. In der Endphase des Zweiten Weltkriegs wurde Nest im Frühjahr 1945 zum Schauplatz schwerer Kämpfe, geriet in einen Kessel und wurde schließlich von Einheiten der Roten Armee eingenommen.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Errichtung 1935–1937; zum 01.07.1937 Stationierung einer Mehrzweck-Küstenaufklärungsstaffel.
Standort: Nest (Pommern), auf der Nehrung zwischen dem Jamunder See und der Ostsee gelegen.
Aufgabe: Seeaufklärung in der mittleren Ostsee; Stützpunkt für Küstenfliegergruppen; Ausbildung und Sicherungsdienst.
Ende 1945: Frühjahr 1945: Einschluss durch sowjetische Truppen und anschließende Eroberung nach Kämpfen im Kessel von Kolberg/Nest.
Fronttruppenteile
Kü.Fl.Gr. 906: Stationierung der 1. Staffel (1./Küstenfliegergruppe 906).
Kü.Fl.Gr. 706: Stationierung der 1. Staffel (1./Küstenfliegergruppe 706).
Nutzung: Nach 1940 reduzierte operative Nutzung; Verwendung als Ausweichplatz und für rückwärtige Dienste.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ostsee-Sicherung: Die in Nest stationierten Aufklärer sicherten in der frühen Kriegsphase die Übungsgebiete der U-Boot-Waffe vor der pommerschen Küste.
Funkwesen: Nutzung der Horch- und Funkstellen des Horstes zur Überwachung des Funkverkehrs im mittleren Ostseeraum.
Flankenschutz: Beteiligung an der Aufklärung feindlicher U-Boot-Bewegungen (sowjetische Einheiten) beim Durchbruchsversuch in die westliche Ostsee.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RL 8 Luftwaffe / Verbände: Akten über die Belegung und den Ausbau der Fliegerhorste im Bereich Pommern.
BArch RL 2-III Generalquartiermeister: Verlustmeldungen und Berichte über die Kämpfe im Raum Nest 1945.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Marineflieger und Bodenpersonal am Standort Nest.
Literaturverweise
Dierich, Wolfgang „Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Stationierungsverzeichnisse der Küstenflieger).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Die Luftwaffe über See).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Gliederung der Luftwaffeneinheiten im Wehrkreis II).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132