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E-Meßlehrgang: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | In der Reichsmarine und Kriegsmarine war der E-Meßlehrgang (Entfernungsmesslehrgang) eine hochspezialisierte Ausbildung zur optischen Distanzbestimmung von See- und Luftzielen.
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| colspan="3" | Der E-Meßlehrgang war eine hochspezialisierte technische Ausbildung innerhalb der Artillerielaufbahn der Kriegsmarine. Er konzentrierte sich auf die Bedienung optischer Entfernungsmessgeräte, die für die präzise Feuerleitung unerlässlich waren. Der Lehrgang vermittelte die theoretischen und praktischen Grundlagen der optischen Distanzmessung mittels Basisgeräten (Stereo- und Koinzidenzentfernungsmesser), um exakte Zieldaten für die schwere und leichte Artillerie sowie die Flak zu liefern.
 
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| colspan="3" | Optische Instrumentenkunde: Die Teilnehmer wurden intensiv an den Entfernungsmessgeräten (Basisgeräte von 0,7 bis 10,5 Metern Basisbreite) geschult. Ein Schwerpunkt lag auf der Justierung der Prismen und der Kompensation von Temperaturschwankungen.
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| Instrumentenkunde: || colspan="3" | Intensive Schulung an Basisgeräten von 0,7 bis 10,5 Metern Basisbreite; Schwerpunkt auf der Justierung der Prismen und der Kompensation von Temperaturschwankungen.
 
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| colspan="3" | Physiologische Schulung: Das „E-Messen“ (meist nach dem Koinzidenz- oder Raumbildprinzip) erforderte eine extreme Sehschärfe und Konzentrationsfähigkeit. Die Soldaten mussten lernen, auch bei schwerem Seegang und schlechter Sicht präzise Werte zu liefern.
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| Physiologie: || colspan="3" | Training der extremen Sehschärfe und Konzentrationsfähigkeit für das Raumbildprinzip; präzise Wertermittlung auch bei schwerem Seegang und schlechter Sicht.
 
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| colspan="3" | Datenübermittlung: Die ermittelten Werte wurden unmittelbar an die Artilleriezentrale oder den Befehlsübermittler weitergegeben, um die Schießdaten für die Geschütze zu berechnen.
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| Datenübermittlung: || colspan="3" | Unmittelbare Weitergabe der ermittelten Distanzwerte an die Artilleriezentrale oder den Befehlsübermittler zur Berechnung der Schießdaten für die Geschütze.
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| Technikpflege: || colspan="3" | Befähigung zur Wartung und zum Schutz der hochsensiblen Optiken vor Salzwasserkorrosion und mechanischen Erschütterungen während der Fahrt.
 
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! colspan="3" | Bedeutung für die U-Boot-Waffe
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Zieldatenerfassung: Auf U-Booten war das präzise Schätzen und Messen der Entfernung über das Sehrohr oder das U-Boot-Zieloptik-Gerät (UZO) die Grundlage für jeden Torpedoangriff. Ein Fehler beim E-Messen führte unmittelbar zum Fehlschuss des Torpedos.
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| Zieldatenerfassung: || colspan="3" | Präzises Messen über das Sehrohr oder das U-Boot-Zieloptik-Gerät (UZO) als Grundlage für jeden Torpedoangriff; Fehler beim E-Messen führten unmittelbar zum Fehlschuss.
 
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| colspan="3" | Flak-Abwehr: Bei Luftangriffen war das schnelle Ermitteln der Entfernung und Höhe des Gegners lebenswichtig für die Treffgenauigkeit der Flak. Das Personal lernte hierbei, die Meldeformeln bei Flugzeugsichtung mit exakten Distanzangaben zu ergänzen.
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| Flak-Abwehr: || colspan="3" | Schnelles Ermitteln von Entfernung und Höhe anfliegender Flugzeuge zur Steigerung der Treffgenauigkeit am Wintergarten und zur Ergänzung präziser Meldeformeln.
 
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| colspan="3" | Fachpersonal: Absolventen des Lehrgangs (oft Obermatrosen der Artillerielaufbahn) stellten sicher, dass die optischen Geräte während der Baubelehrung korrekt kalibriert wurden. In der Personalreserve der Flottillen waren E-Meßspezialisten aufgrund der schwierigen Ausbildung hochgradig gefragt.
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| Fachpersonal: || colspan="3" | E-Meßspezialisten (oft Obermatrosen der Artillerielaufbahn) stellten die korrekte Kalibrierung der optischen Geräte während der Baubelehrung und im Flottillenbetrieb sicher.
 
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! colspan="3" | Stellung in der Laufbahn
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| colspan="3" | Der Lehrgang fand meist an der Marineartillerieschule statt. Die Befähigung zum „E-Messer“ wurde als Sonderqualifikation in der Personalakte (Bestand Pers 6) vermerkt. Für Offiziere der Fähnrichskompanie war das Verständnis der Entfernungsmessung integraler Bestandteil ihrer Ausbildung zum Wachoffizier.
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Dienstvorschriften der Schiffsartillerieschulen über die Ausbildung der Entfernungsmesser (E-Meßer) und fachliche Prüfungsordnungen.
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Akten des O.K.M. zur technischen Ausstattung der Artillerieschulen mit modernsten optischen Meßgeräten und deren Zuweisung.
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Personalstammrollen mit Nachweisen über die Qualifikation zum E-Meßgast und die entsprechenden Lehrgangsabschlüsse.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur Artillerieausbildung und den technischen Laufbahnen).
 
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| Giessler, Helmuth || colspan="3" | "Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst" (Details zur optischen und frühen funktechnischen Entfernungsmessung).
 
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| Bundesarchiv, Signatur RM 45 || colspan="3" | Marineartillerie. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Invenio Online-Recherche]. Enthält technische Vorschriften zu Entfernungsmessgeräten.
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| Lawrenz, H.-J. || colspan="3" | "Die Marine-Sperrwaffen bis 1945" (Kontext zur Zielortung und Distanzmessung im Rahmen der Seekriegführung).
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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Aktuelle Version vom 4. März 2026, 14:02 Uhr

Ausbildung E-Meßlehrgang
Der E-Meßlehrgang war eine hochspezialisierte technische Ausbildung innerhalb der Artillerielaufbahn der Kriegsmarine. Er konzentrierte sich auf die Bedienung optischer Entfernungsmessgeräte, die für die präzise Feuerleitung unerlässlich waren. Der Lehrgang vermittelte die theoretischen und praktischen Grundlagen der optischen Distanzmessung mittels Basisgeräten (Stereo- und Koinzidenzentfernungsmesser), um exakte Zieldaten für die schwere und leichte Artillerie sowie die Flak zu liefern.
Inhalte und Schwerpunkte
Instrumentenkunde: Intensive Schulung an Basisgeräten von 0,7 bis 10,5 Metern Basisbreite; Schwerpunkt auf der Justierung der Prismen und der Kompensation von Temperaturschwankungen.
Physiologie: Training der extremen Sehschärfe und Konzentrationsfähigkeit für das Raumbildprinzip; präzise Wertermittlung auch bei schwerem Seegang und schlechter Sicht.
Datenübermittlung: Unmittelbare Weitergabe der ermittelten Distanzwerte an die Artilleriezentrale oder den Befehlsübermittler zur Berechnung der Schießdaten für die Geschütze.
Technikpflege: Befähigung zur Wartung und zum Schutz der hochsensiblen Optiken vor Salzwasserkorrosion und mechanischen Erschütterungen während der Fahrt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Zieldatenerfassung: Präzises Messen über das Sehrohr oder das U-Boot-Zieloptik-Gerät (UZO) als Grundlage für jeden Torpedoangriff; Fehler beim E-Messen führten unmittelbar zum Fehlschuss.
Flak-Abwehr: Schnelles Ermitteln von Entfernung und Höhe anfliegender Flugzeuge zur Steigerung der Treffgenauigkeit am Wintergarten und zur Ergänzung präziser Meldeformeln.
Fachpersonal: E-Meßspezialisten (oft Obermatrosen der Artillerielaufbahn) stellten die korrekte Kalibrierung der optischen Geräte während der Baubelehrung und im Flottillenbetrieb sicher.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften der Schiffsartillerieschulen über die Ausbildung der Entfernungsmesser (E-Meßer) und fachliche Prüfungsordnungen.
BArch RM 3 / 1024 Akten des O.K.M. zur technischen Ausstattung der Artillerieschulen mit modernsten optischen Meßgeräten und deren Zuweisung.
BArch RM 121 / 642 Personalstammrollen mit Nachweisen über die Qualifikation zum E-Meßgast und die entsprechenden Lehrgangsabschlüsse.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur Artillerieausbildung und den technischen Laufbahnen).
Giessler, Helmuth "Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst" (Details zur optischen und frühen funktechnischen Entfernungsmessung).
Lawrenz, H.-J. "Die Marine-Sperrwaffen bis 1945" (Kontext zur Zielortung und Distanzmessung im Rahmen der Seekriegführung).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132