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Marine-Artillerieabteilung 123: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die Marine-Artillerieabteilung 123 wurde im September 1939 in Swinemünde/Pommern gegründet und dem Küstenbefehlshaber Pommern unterstellt. Im Juni 1941 wurde sie wieder aufgelöst.
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| colspan="3" | Die Marine-Artillerieabteilung 123 wurde im September 1939 in Swinemünde (Pommern) aufgestellt. Sie diente der Sicherung der pommerschen Küste und der strategisch wichtigen Zufahrtswege zur Oder und zum Oderhaff. Administrativ und operativ unterstand der Verband dem Küstenbefehlshaber Pommern. Die Abteilung war maßgeblich an der Errichtung und dem Betrieb der Küstenbatterien im Raum Swinemünde beteiligt, bevor sie im Juni 1941 im Zuge organisatorischer Umgliederungen wieder aufgelöst wurde.
 
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Aktuelle Version vom 6. März 2026, 15:59 Uhr

Verband Marine-Artillerieabteilung 123
Die Marine-Artillerieabteilung 123 wurde im September 1939 in Swinemünde (Pommern) aufgestellt. Sie diente der Sicherung der pommerschen Küste und der strategisch wichtigen Zufahrtswege zur Oder und zum Oderhaff. Administrativ und operativ unterstand der Verband dem Küstenbefehlshaber Pommern. Die Abteilung war maßgeblich an der Errichtung und dem Betrieb der Küstenbatterien im Raum Swinemünde beteiligt, bevor sie im Juni 1941 im Zuge organisatorischer Umgliederungen wieder aufgelöst wurde.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: September 1939 in Swinemünde bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.
Unterstellung: Küstenbefehlshaber Pommern (Marinestation der Ostsee).
Aufgabe: Küstenverteidigung; Schutz der Hafeneinfahrt von Swinemünde; Luftabwehr im Küstensektor; Überwachung der Seegebiete vor der pommerschen Küste.
Ende 1941: Auflösung der Abteilung im Juni 1941; Verteilung des Personals und der Ausrüstung auf andere Artillerie- und Sicherungsverbände.
Spezifische Merkmale
Bewaffnung: Betrieb von schweren und mittleren Küstenbatterien sowie Flak-Stellungen zum Schutz der Marineinfrastruktur.
Standortvorteil: Durch die Stationierung in Swinemünde sicherte die Abteilung eine der wichtigsten logistischen Drehscheiben der Kriegsmarine in der mittleren Ostsee.
Struktur: Gliederung in mehrere ortsfeste Batterien, die über das Stadtgebiet und die vorgelagerten Inseln (Usedom/Wollin) verteilt waren.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunktschutz: Sicherung der Übungs- und Erprobungsgebiete der U-Boot-Waffe vor Pommern gegen See- und Luftangriffe.
Geleitsicherung: Schutz der An- und Abläufe für U-Boote, die zur Torpedoschule oder zu den Ausbildungsflottillen in Swinemünde verlegten.
Personal: Vermittlung artilleristischer Grundkenntnisse an das Fachpersonal, das später auf U-Boot-Begleitschiffen im Bereich der Flak-Abwehr eingesetzt wurde.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 45-I Marine-Artillerieabteilungen: Akten über die Aufstellung, Bewaffnung und Auflösung der Abteilung 123.
BArch RM 35-I Küstenbefehlshaber Pommern: Unterlagen zur operativen Einbindung der M.A.A. 123 in die Verteidigungsplanung.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Offizieren und Mannschaften am Standort Swinemünde zwischen 1939 und 1941.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Küstenartillerie: Die Marine-Artillerieabteilungen).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Abteilungskommandeure).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Gliederung der Marine-Artillerie im Bereich Pommern).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132