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| Verband
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Baulehrkompanie
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| Die Baulehrkompanie war eine spezialisierte Ausbildungseinheit der Kriegsmarine, die primär für die Schulung von Personal im Bereich des Festungsbaus, der Instandsetzung von Hafenanlagen und der Errichtung militärischer Infrastruktur zuständig war. Sie diente als Kader für die Marine-Pionierverbände und vermittelte technische Kenntnisse in der Betonverarbeitung, dem Gleisbau sowie der Errichtung von Unterständen und Bunkern. Die Kompanie war oft den Marine-Bauregimentern oder den Festungskommandanturen unterstellt und kam sowohl im Reichsgebiet als auch in den besetzten Küstengebieten zum Einsatz.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufgaben: |
Praktische Unterweisung im militärischen Ingenieurbau; Instandsetzung bombengeschädigter Werftanlagen; Bau von Küstenbatteriestellungen und Signalanlagen.
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| Standort: |
Einsatz an wechselnden Schwerpunkten des Atlantikwalls oder bei den großen Marinestationen der Nord- und Ostsee (z. B. Kiel, Wilhelmshaven).
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| Qualifikation: |
Besetzung durch fachlich vorgebildetes Personal (Bauingenieure, Maurer, Zimmerer) unter Führung von Offizieren der Marine-Pionierlaufbahn.
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| Ende 1945: |
Mit der Einstellung der Bauvorhaben im Frühjahr 1945 und der anschließenden Kapitulation im Mai 1945 wurde die Kompanie aufgelöst.
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| Spezifische Merkmale
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| Lehrcharakter: |
Neben der reinen Bautätigkeit stand die Ausbildung von Spezialisten im Vordergrund, die später als Poliere in anderen Marine-Baubataillonen fungierten.
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| Werftsupport: |
Unterstützung der Kriegsmarinewerften bei der schnellen Wiederherstellung der Infrastruktur nach alliierten Luftangriffen zur Aufrechterhaltung des Betriebs.
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| Technik: |
Erprobung und Schulung an neuen Baumaschinen und Verfahren zur beschleunigten Errichtung von Schutzbauten unter Kriegsbedingungen.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Bunkerbau: |
Beteiligung an der Errichtung und Instandhaltung der U-Boot-Schutzbauten (Bunker) in den Stützpunkten Lorient, Brest und St. Nazaire.
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| Stützpunktinfrastruktur: |
Bau von spezialisierten Werkstätten und Lagerräumen für Torpedos und Batterien innerhalb der gesicherten U-Boot-Basen.
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| Logistik: |
Sicherstellung der Anbindung der U-Boot-Werften an das Schienennetz und die Versorgungskanäle durch ständige bauliche Überwachung und Reparatur.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 121 |
Marinelehrgänge und Schulen: Akten über die Ausbildungsprogramme und die Aufstellung der Marine-Baulehrkompanien.
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| BArch RM 47 |
Hafen- und Festungskommandanturen: Berichte über den Einsatz von Baukompanien beim Ausbau der Küstenverteidigung.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Angehörigen der Marine-Pionierlaufbahn in der Baulehrkompanie.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Bauwesen: Die Marine-Bautruppen).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Pionier- und Baueinheiten).
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| Thorwald, Jürgen |
„Die ungeklärten Fälle“ (Hinweise zur Organisation des Bautruppwesens an der Atlantikküste).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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