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Mob.-Einstellungskompanie

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Verband Mob.-Einstellungskompanie
Die Mob.-Einstellungskompanie war eine administrative Teileinheit innerhalb der Schiffsstammabteilungen oder der Marine-Ersatzabteilungen. Ihre Hauptaufgabe bestand in der organisatorischen Abwicklung der Einberufung (Einstellung) von Reservisten und Freiwilligen im Falle der Mobilmachung oder bei laufenden Ergänzungen. In dieser Kompanie erfolgte die erste Erfassung, die ärztliche Untersuchung auf Kriegsdienstverwendungsfähigkeit (k.v.), die Einkleidung sowie die Zuweisung zu den fachspezifischen Ausbildungs- und Stammkompanien.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufgaben: Durchführung des Einstellungsverfahrens; Überprüfung der Personalpapiere; Ausgabe der Erkennungsmarken und Soldbücher; Verteilung der Ausrüstung.
Standort: Angegliedert an die großen Schiffsstammabteilungen (S.S.A.) in den Heimatstützpunkten wie Wilhelmshaven, Kiel oder Pillau.
Struktur: Die Kompanie fungierte als Durchgangsschleuse für das einrückende Personal vor dem Eintritt in die eigentliche militärische Grundausbildung.
Ende 1945: Mit der Einstellung der Einberufungen im Frühjahr 1945 und der Auflösung des Ersatzwesens nach der Kapitulation wurde die Einheit aufgelöst.
Spezifische Merkmale
Personalverwaltung: Die Kompanie war die erste Station, an der die militärische Laufbahn administrativ begann und die erste Zuweisung zu den Laufbahngruppen erfolgte.
Einkleidung: Koordination mit den Marinebekleidungsämtern zur Ausstattung der Rekruten mit der ersten Garnitur und Feldblusen.
Mob-Fall: Bei Ausbruch des Krieges im September 1939 bewältigten diese Kompanien den massiven Zustrom von tausenden Reservisten innerhalb weniger Tage.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Rekrutierung: Potenzielle U-Boot-Bewerber wurden bereits in der Einstellungskompanie erfasst und einer ersten Eignungsprüfung durch Sanitätsoffiziere unterzogen.
Kaderbildung: Die administrative Erfassung in diesen Einheiten sicherte den kontinuierlichen Nachschub an Personal für die U-Boot-Lehrdivisionen.
Dokumentation: Die hier angelegten Personalstammrollen bildeten die Grundlage für die spätere Kommandierung zu den U-Flottillen an der Front.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 Marinelehrgänge und Stammabteilungen: Akten über die Organisation des Ersatzwesens und die Aufgaben der Einstellungskompanien.
BArch RM 3 Reichsmarineamt / OKM: Richtlinien für die Mobilmachung und die personelle Ergänzung der Kriegsmarine.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über den Eintritt in die Marine via Einstellungskompanie und die erste ärztliche Begutachtung.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Personalwesen: Die Ergänzungsorganisation).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Schiffsstammabteilungen).
Mallmann Showell, J. „Das Handbuch der deutschen Kriegsmarine“ (Details zum Einberufungsverfahren und der militärischen Administration).
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