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| Ausbildung
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Fliegerauffrischungskurs
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| Der Fliegerauffrischungskurs war ein spezialisierter Lehrgang der Luftwaffe, der auch von Angehörigen der Marinefliegerverbände durchlaufen wurde. Er diente dazu, fliegendes Personal, das längere Zeit nicht im aktiven Flugdienst stand (z. B. durch Lazarettaufenthalte, Stabsverwendungen oder Gefangenschaft), wieder auf den neuesten Stand der Technik und Taktik zu bringen. Der Kurs umfasste theoretische Unterweisungen in Navigation und Funkwesen sowie praktische Flugstunden zur Festigung der fliegerischen Fertigkeiten vor der erneuten Frontabstellung.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufgaben: |
Wiederherstellung der vollen Flugberechtigung; Einweisung in modifizierte Flugzeugmuster; Schulung in aktuellen taktischen Einsatzverfahren der Luftflotten.
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| Standort: |
Durchführung an den Fliegerwaffenschulen, Ergänzungsgruppen oder spezialisierten Ausbildungszentren der Luftkreiskommandos.
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| Qualifikation: |
Teilnahme von Flugzeugführern, Beobachtern und Bordfunkern, die nach einer Unterbrechung ihrer fliegerischen Tätigkeit zur Truppe zurückkehrten.
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| Ende 1945: |
Mit der Einstellung des Flugbetriebs und der Entwaffnung der Luftwaffe nach der Kapitulation im Mai 1945 wurde der Lehrgangsbetrieb beendet.
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| Spezifische Merkmale
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| Praxisbezug: |
Fokus auf dem Training von Notverfahren, Instrumentenflug und der Handhabung neuer Bordwaffen oder Funkmessgeräte (Radar).
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| Individualität: |
Die Dauer und Intensität des Kurses richteten sich nach der Dauer der Abwesenheit vom Flugdienst und dem Grad der technologischen Neuerung am Flugzeugtyp.
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| Frontreife: |
Der erfolgreiche Abschluss war die Voraussetzung für die erneute Einstufung als „fronttauglich“ und die Zuweisung zu einer aktiven Staffel.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Seefernaufklärung: |
Wichtig für Marineflieger, die nach Verwundungen wieder in die Küstenfliegergruppen (z. B. 126 oder 506) zur U-Boot-Sicherung zurückkehrten.
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| Zusammenarbeit: |
Auffrischung der Kenntnisse über die kombinierten Signale und Erkennungsverfahren zwischen U-Booten und Flugzeugen zur Vermeidung von Eigenbeschuss.
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| Spezialisten: |
Sicherstellung, dass Beobachter, die eng mit dem BdU zusammenarbeiteten, über die aktuellsten Standort- und Navigationsverfahren über See verfügten.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RL 7 |
Luftwaffenkommando: Akten über die Organisation des Ausbildungswesens und der Auffrischungskurse für das fliegende Personal.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Kommandierung von Marinefliegern zu Auffrischungskursen nach Lazarettaufenthalten.
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| BArch RL 2-III |
Generalquartiermeister der Luftwaffe: Unterlagen zur personellen Ergänzung und Schulung der fliegenden Verbände.
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| Literaturverweise
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| Dierich, Wolfgang |
„Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Struktur der Ausbildungs- und Ergänzungseinheiten).
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Die Luftwaffe über See: Ausbildung der Marineflieger).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Marineverbindungsoffiziere zur Luftwaffe).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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