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| Ausbildungseinheit
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Fliegerschule 2
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| Die Fliegerschule 2 (meist als Flugzeugführerschule A/B 2 oder C 2 bezeichnet) war eine zentrale Ausbildungseinrichtung der Luftwaffe zur Schulung des fliegerischen Nachwuchses. Sie diente der Vermittlung grundlegender (A/B-Lehrgang) sowie fortgeschrittener (C-Lehrgang für mehrmotorige Maschinen) Flugzeugführerkenntnisse. In diesen Schulen erhielten auch die Angehörigen der Marinefliegerverbände ihre fliegerische Basis, bevor sie zu den spezialisierten Küstenfliegerschulen (See) versetzt wurden. Die Schule war an wechselnden Standorten im Reichsgebiet stationiert und bildete das Rückgrat für die personelle Ergänzung der fliegenden Verbände.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufstellung: |
Formiert in der Frühphase des Luftwaffenaufbaus (ca. 1934/35); kontinuierliche Erweiterung der Kapazitäten im Zuge der Aufrüstung.
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| Standorte: |
U. a. Neuruppin (A/B 2), später auch Prag-Rusin sowie Standorte im Bereich der Luftkreiskommandos I und II.
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| Aufgabe: |
Schulung in Navigation, Instrumentenflug und Funkwesen; Ausbildung an verschiedenen Übungstypen (z. B. He 72, Fw 44, später Ju 52 und He 111).
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| Ende 1945: |
Einstellung des Schulbetriebs Anfang 1945 aufgrund von Treibstoffmangel und der herannahenden Front; Auflösung nach der Kapitulation.
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| Spezifische Merkmale
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| Stufenausbildung: |
Konsequente Trennung zwischen der Grundschulung (A1/A2) und der Ausbildung zum Erwerb des Luftwaffen-Flugzeugführerscheins (B-Schein).
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| Marine-Kontingente: |
Regelmäßige Zuweisung von Marineoffizieranwärtern, die nach ihrer seemännischen Grundausbildung zur "Fliegerschule 2" zur Pilotenschulung kommandiert wurden.
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| Prüfwesen: |
Strenge Auslese der Flugschüler; bei Nichteignung erfolgte die Rückversetzung zur Erdtruppe oder zur Marine-Stammabteilung.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Beobachterschulung: |
Ausbildung des Personals für die Fernaufklärer, die später im Atlantik die Einweisung der U-Boot-Rudel auf feindliche Geleite koordinierten.
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| Kooperation: |
Vermittlung der Navigationsgrundlagen über See, die für die punktgenaue Zusammenarbeit zwischen Flugzeugen und U-Booten unerlässlich waren.
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| Fachkader: |
Viele Beobachter und Piloten der Küstenfliegerstaffeln (z. B. 1/126), die später zur U-Boot-Waffe wechselten, erhielten hier ihren ersten fliegerischen Schliff.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RL 7 |
Luftwaffenkommando: Akten über die Organisation der Flugzeugführerschulen und die Lehrpläne der A/B-Schulen.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Kommandierung von Marineangehörigen zur Flugzeugführerschule 2.
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| BArch RL 4-II |
Luftwaffen-Ausbildungsstab: Unterlagen zur personellen Steuerung der Marineflieger-Anwärter.
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| Literaturverweise
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| Dierich, Wolfgang |
„Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Details zur Systematik der Flugzeugführerschulen).
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Ausbildung: Marineflieger).
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| Ketley / Rolfe |
„Luftwaffe Fledglings 1935–1945: Aircraft Training Units and their Markings“.
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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