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| Dienststelle
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Fliegerschule Pütnitz
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| Der Seefliegerhorst Pütnitz wurde ab 1935 auf der strategisch günstig gelegenen Halbinsel Pütnitz (Mecklenburg-Vorpommern) als kombinierter Land- und Seestützpunkt errichtet. Nach nur einjähriger Bauzeit eröffnet, diente er primär als bedeutende Ausbildungsstätte für das fliegende und technische Personal der Luftwaffe über See. Neben der Schulung von Piloten, Funkern und Mechanikern fungierte der Platz als Abnahmestelle für instandgesetzte Flugzeuge der benachbarten Bachmann-Werke. In der Endphase des Krieges war Pütnitz ein wichtiger Knotenpunkt für Sicherungsaufgaben in der westlichen Ostsee.
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| Entstehung, Infrastruktur und Ende
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| Aufstellung: |
Baubeginn 1935; Inbetriebnahme 1936; Nutzung typisierter Hallenbauten zur schnellen Fertigstellung der umfangreichen Garnison.
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| Infrastruktur: |
Betonierte Startbahn (1300 m); fünf große Hallen am Ribnitzer See; eine Werfthalle sowie zwei Ablaufbahnen für Wasserflugzeuge.
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| Aufgabe: |
Ausbildung von Flugzeugführern, Bordfunkern und technischem Personal; Einfliegen reparierter Heinkel-Maschinen der Walter-Bachmann-Flugzeugwerke.
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| Ende 1945: |
Evakuierung und anschließende Besetzung durch sowjetische Truppen im Mai 1945; spätere Nutzung als bedeutender Standort der GSSD.
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| Spezifische Merkmale
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| Werftbetrieb: |
Enge logistische Verknüpfung mit der Ribnitzer Luftfahrtindustrie zur schnellen Rückführung überholter Einsatzmaschinen an die Frontstaffeln.
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| Ausbildung: |
Schwerpunkt auf der kombinierten Land-See-Schulung, um Personal für die flexiblen Anforderungen der Küstenfliegergruppen zu qualifizieren.
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| Technik: |
Erprobung und Einweisung in neue Funk- und Ortungsverfahren für den Einsatz über Seegebieten.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Personalpool: |
Ausbildung zahlreicher Beobachter und Funker, die später in den Küstenfliegerstaffeln (z. B. 126) zur direkten U-Boot-Sicherung eingesetzt wurden.
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| Luftraumschutz: |
Überwachung der Ansteuerungswege der Ostsee-U-Boot-Stützpunkte (Warnemünde/Rostock) durch die in Pütnitz stationierten Schul- und Sicherungseinheiten.
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| Seenotwesen: |
Bereitstellung technischer Kapazitäten für die Wartung von Seenotflugzeugen, die den Rettungsdienst für verunfallte U-Boot-Besatzungen sicherstellten.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RL 7 |
Luftwaffe / Verbände: Akten über den Ausbau der Fliegerhorste und die Belegungspläne des Standortes Pütnitz.
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| BArch RL 4-II |
Luftwaffen-Ausbildungsstab: Unterlagen zur personellen Steuerung der technischen Lehrgänge in Pütnitz.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Marineverbindungsoffizieren und Flugschülern am Ribnitzer See.
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| Literaturverweise
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| Dierich, Wolfgang |
„Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Details zum Seefliegerhorst Pütnitz).
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Ausbildung: Marineflieger).
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| Meyer, Edwin-Siegfried |
„Pütnitz: Ein Fliegerhorst der Luftwaffe 1935–1945“ (Monografie zur Standortgeschichte).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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