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| Dienststellung
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Ausbilderoffizier (U-Flottille)
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| Der Ausbilderoffizier war eine zentrale Funktion innerhalb der Stäbe der Unterseeboots-Ausbildungsflottillen (z. B. 19., 20. oder 21. U-Flottille). Er war verantwortlich für die Koordination und Durchführung der praktischen Ausbildungsinhalte an Bord der Schulboote. In enger Zusammenarbeit mit dem Flottillenchef und den Kommandanten überwachte er den Ausbildungsfortschritt der Besatzungen in den Bereichen Seemannschaft, Waffentechnik und Taktik. Er stellte sicher, dass das Personal die notwendige Qualifikation für den Übertritt in die nächste Ausbildungsstufe oder die Versetzung zu einem Frontkommando erreichte.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufgaben: |
Erstellung von Ausbildungsplänen; Leitung von Übungen auf See; Abnahme von Prüfungen; Beurteilung der Lehrgangsteilnehmer; Überwachung der Sicherheitsvorschriften.
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| Standort: |
Einsatz in den Schul- und Ausbildungsflottillen in der Ostsee (Pillau, Gotenhafen, Danzig, Memel).
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| Qualifikation: |
Besetzung durch erfahrene Seeoffiziere (Kapitänleutnant/Korvettenkapitän), die bereits erfolgreiche Feindfahrten als Kommandant oder I. W.O. absolviert hatten.
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| Ende 1945: |
Mit der Einstellung des Schulbetriebs und der Räumung der Ostseestützpunkte im Frühjahr 1945 beendet.
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| Spezifische Merkmale
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| Methodik: |
Vermittlung von Fronterfahrungen durch praxisnahe Simulationen von Angriffen, Abwehrmanövern und technischen Notfällen.
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| Selektion: |
Er war maßgeblich an der Auslese des künftigen Führungspersonals beteiligt und identifizierte Talente für die Kommandantenlaufbahn.
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| Integration: |
Zusammenführung von Personal aus verschiedenen Fachschulen zu einer aufeinander eingespielten Bootsbesatzung während der Ausbildungsphase.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Standardisierung: |
Sicherstellung eines einheitlichen Ausbildungsniveaus innerhalb der rasant expandierenden U-Boot-Waffe zur Vermeidung von Fehlern an der Front.
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| Taktik: |
Schulung in der Einzeltaktik und den Grundlagen der Rudeltaktik als Vorbereitung auf die Gruppen-Ausbildung (AGRU-Front).
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| Professionalität: |
Der Ausbilderoffizier trug die fachliche Last für die "Bordgewöhnung" der Rekruten und deren psychische Vorbereitung auf den U-Boot-Dienst.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 121 |
Marinelehrgänge und Schulen: Akten über die Richtlinien der praktischen U-Boot-Ausbildung in den Flottillen.
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| BArch RM 87 |
Befehlshaber der Unterseeboote: Berichte über die Effektivität der Ausbildungsstäbe und personelle Besetzungen.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über erfahrene Frontoffiziere, die zur Verwendung als Ausbilderoffizier in die Ostsee kommandiert wurden.
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| Literaturverweise
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| Rössler, Eberhard |
„Die deutsche U-Boot-Waffe: Ausbildung, Taktik und Technik“ (Details zur Schulungsorganisation).
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Ausbildung: Unterseebootsschulen).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Ausbildungsoffiziere in den Flottillen).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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