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| Verband
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1. Marine-Stammabteilung
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| Die 1. Marine-Stammabteilung verlegte Teile ihrer Ausbildungskompanien im Jahr 1943 auf den Truppenübungsplatz Beverloo (Lager Leopoldsburg) im besetzten Belgien. Fernab der bombengefährdeten Heimatstützpunkte Kiel und Wilhelmshaven diente dieser Standort der großangelegten infanteristischen Grund- und Zugführerausbildung für den Marinenachwuchs. In Beverloo wurden Rekruten unter feldnahen Bedingungen im Erdkampf, an schweren Infanteriewaffen und in der taktischen Führung von Teileinheiten geschult. Der Standort entwickelte sich zu einem zentralen Ausbildungslager für das Personal, das später in Marine-Schützen-Verbänden oder als Bordpersonal eingesetzt wurde.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufstellung: |
Nutzung des Lagers Beverloo durch die Kriegsmarine ab 1943 als Ausweich- und Großausbildungsstandort der Stammabteilungen.
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| Aufgabe: |
Harter infanteristischer Drill; Ausbildung an MG, Granatwerfer und Panzerfaust; Geländedienst; Zugführerschulung für Unteroffiziere.
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| Standort: |
Beverloo / Leopoldsburg (Belgien). Großräumiges Übungsgelände für taktische Manöver im Verband.
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| Ende 1944: |
Räumung des Lagers im September 1944 vor den vorrückenden alliierten Truppen; Rückverlegung der Reste nach Norddeutschland.
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| Spezifische Merkmale
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| Erdkampf: |
In Beverloo lag der Fokus bereits frühzeitig auf der Umwandlung von Marinepersonal in kampffähige Infanterie („Marine-Infanterie“).
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| Bedingungen: |
Das Lager bot durch seine Weitläufigkeit optimale Voraussetzungen für Schießübungen mit scharfer Munition und Gefechtsübungen im Zugrahmen.
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| Personal: |
Stammpersonal bestand oft aus frontbewährten Unteroffizieren des Heeres und der Marine-Artillerie mit Erdkampferfahrung.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Basisschliff: |
Zahlreiche Freiwillige der U-Boot-Waffe erhielten in Beverloo ihre infanteristische „Feuertaufe“, bevor sie zu den technischen U-Lehrgängen kamen.
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| Marine-Schützen: |
1944/45 wurden viele in Beverloo ausgebildete Soldaten in Marine-Schützen-Bataillone eingegliedert, die auch U-Boot-Stützpunkte landseitig sicherten.
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| Disziplin: |
Der harte Drill in Beverloo galt als wesentlicher Faktor zur Stärkung der psychischen Belastbarkeit für den späteren Dienst in der Enge der Boote.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 121 |
Marinelehrgänge und Stammabteilungen: Akten über die Belegung und Ausbildungsprogramme im Lager Beverloo.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge mit dokumentierten Ausbildungsabschnitten in der 1. M.S.A. Beverloo.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über die Verlagerung der Ausbildungskreisläufe in den Westraum.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Landorganisation in den besetzten Gebieten).
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| Tessin, Georg |
„Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Gliederung der Marine-Stammverbände im Westen).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Ausbildungslager).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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