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2. Hafenschutzflottille

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Verband 2. Hafenschutzflottille
Die 2. Hafenschutzflottille wurde bei Kriegsausbruch 1939 im Bereich des Reichskriegshafens Wilhelmshaven aufgestellt. Sie unterstand operativ dem Küstenbefehlshaber Nordfriesland (später Deutsche Bucht) bzw. dem Abschnittskommandanten Wilhelmshaven. Die Flottille bestand aus einer Vielzahl kleinerer, bewaffneter Fahrzeuge (Kutter, Schlepper, Motorboote), die für die Überwachung der Hafeneinfahrten, den Objektschutz der Werftanlagen und die Kontrolle des Schiffsverkehrs auf der Jade zuständig waren. Zudem leistete der Verband wichtige Dienste bei der Flaksicherung und der Einpeilung ein- und auslaufender Flotteneinheiten.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: September 1939 in Wilhelmshaven aus requirierten Zivilfahrzeugen und Hilfsschiffen.
Aufgabe: Hafenschutz; Seeraumüberwachung der Jade; Minensuche im Nahbereich; Sperrdienst; Personal- und Materialtransporte.
Struktur: Unterteilt in mehrere Gruppen, die strategische Punkte wie die Schleusenanlagen und Reeden sicherten.
Ende 1945: Auflösung nach der Kapitulation im Mai 1945; Rückführung der Fahrzeuge in die zivile Wirtschaft oder den Minenräumdienst.
Spezifische Merkmale
Luftschutz: Die Flottille war aktiv in das Nebelwesen und die Flak-Verteidigung des Hafens gegen die schweren britischen Luftangriffe eingebunden.
Flexibilität: Einsatz flachgehender Kutter (KFK), die auch in den Randgebieten des Wattenmeers zur Aufklärung eingesetzt werden konnten.
Personal: Besetzung durch ältere Reservisten und erfahrene Seeleute aus der Region, die über exzellente Revierkenntnisse verfügten.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunktsicherung: Schutz der U-Boot-Liegeplätze und der Ausrüstungshäfen in Wilhelmshaven gegen Sabotage und feindliche Kleinkampfmittel.
Wegesicherung: Freihaltung der jadeeinwärts führenden Fahrrinnen von Luftminen, um den sicheren Transit der Front-U-Boote zu gewährleisten.
Begleitschutz: Nahsicherung für U-Boote während der Passage der Schleusen und der Revierfahrt bis zur Ansteuerung der Außenjade.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 61 Vorposten- und Hafenschutzflottillen: Kriegstagebücher und Einsatzberichte der 2. Hafenschutzflottille.
BArch RM 112 Marinestation der Nordsee: Akten über die Organisation der Hafenschutzstreitkräfte im Abschnitt Wilhelmshaven.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeiten in der 2. Hafenschutzflottille.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel: Sicherungsstreitkräfte Nordsee).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Hilfsschiffe und Küstenschutzfahrzeuge).
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte: Geschichte und Infrastruktur des Kriegshafens Wilhelmshaven“.
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