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Schnelle U-Jagdgruppe

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Verband Schnelle U-Jagdgruppe
Die Schnelle U-Jagdgruppe war ein gegen Kriegsende formierter Einsatzverband, der primär aus schnellen und wendigen Einheiten wie Räumbooten (R-Booten) und U-Jägern bestand. Ihre Hauptaufgabe war die offensive Verfolgung und Bekämpfung feindlicher U-Boote in den strategisch wichtigen Meerengen des Skagerraks, Kattegats und vor der norwegischen Küste. Im Gegensatz zu den statischen Sicherungsflottillen agierte diese Gruppe mobil und wurde gezielt in Gebieten mit gemeldeten U-Boot-Sichtungen eingesetzt. Sie verfügte über moderne Ortungsgeräte (S-Geräte) und eine verstärkte Wasserbombenbewaffnung, um die Transitwege der eigenen Flotte minen- und u-bootfrei zu halten.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: 1944 als Reaktion auf die verstärkte alliierte U-Boot-Offensive in den nordeuropäischen Randmeeren.
Aufgabe: Offensive U-Jagd; Geleitsicherung wertvoller Einheiten; Seenotdienst; Überwachung von Zwangswegen.
Standort: Einsatzbasen in Aarhus (Dänemark), Kristiansand und Stavanger (Norwegen).
Ende 1945: Auflösung im Mai 1945; teilweise Übernahme der Einheiten in den deutschen Minenräumdienst (GMSA).
Spezifische Merkmale
Taktik: "Hunter-Killer"-Prinzip: Schnelles Anlaufen von Kontaktstellen und systematisches Absuchen mit aktiver Schallortung.
Schiffsmaterial: Einsatz von Räumbooten der 8. und 12. R-Flottille sowie speziell ausgerüsteten Kriegsfischkuttern (KFK).
Technik: Ausrüstung mit dem S-Gerät (aktive Schallortung) und K-Gerät zur präzisen Tiefenbestimmung gegnerischer Boote.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Transit-Schutz: Sicherung der Auslaufwege für die neuen U-Boote der Typen XXI und XXIII aus den Werften der Nordsee.
Ausbildung: Schutz der U-Boot-Schulgebiete in der Ostsee gegen eingedrungene sowjetische oder britische U-Boote.
Kooperation: Durchführung gemeinsamer Übungen zur Erprobung neuer Täuschkörper (z. B. Bold) und Ausweichtaktiken.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 61 Sicherungsverbände: Kriegstagebücher und Einsatzakten der Räumbootsflottillen in der U-Jagdgruppe.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die operative Lage im Skagerrak und den Einsatz der schnellen U-Jagd-Einheiten.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Kommandanten mit Dienstzeitnachweisen in der „Schnellen U-Jagdgruppe“.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die U-Jagd-Verbände).
Ruge, Friedrich „Im Küstenvorfeld: Der Kampf der Minensuchboote, Flakjäger und Sperrbrecher“.
Hümmelchen, Gerhard „Die deutschen Räumboote im Zweiten Weltkrieg“ (Details zu den Sondereinsätzen).
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