|
|
|
| Einsatzstab
|
Einsatzstab Musenberg (K.d.K.)
|
|
|
|
|
| Der Einsatzstab Musenberg wurde in der Endphase des Krieges (1944/45) unter der Leitung von Korvettenkapitän Werner Musenberg als operativer Führungsstab innerhalb des Kommandos der Kleinkampfverbände (K.d.K.) gebildet. Sein Hauptauftrag war die taktische Koordination und Einsatzleitung von Kleinkampfmitteln (insbes. Seehund-U-Boote, Biber und Linsen) in der westlichen Ostsee und den dänischen Gewässern. Der Stab fungierte als bewegliche Zentrale, um die Angriffe der K-Verbände gegen alliierte Nachschublinien und sowjetische Vorstöße im Küstenvorfeld zu steuern. Er war eng mit dem Admiral der Kleinkampfverbände (Vizeadmiral Heye) verzahnt und stellte die Verbindung zu den regulären Sicherungsstreitkräften sicher.
|
|
|
|
|
| Entstehung, Funktion und Aufgaben
|
|
|
| Aufstellung: |
Spätherbst 1944; Zusammenfassung von Spezialisten der S-Boot-Waffe und der Kleinkampfmittel.
|
| Aufgabe: |
Operative Führung der K-Flottillen; Zielzuweisung für Seehund-Einheiten; Überwachung der Einsatzbereitschaft in den Feldstützpunkten.
|
| Standorte: |
Wechselnd im Bereich der westlichen Ostsee; u. a. Neustadt/Holstein und dänische Inseln (z. B. Mön).
|
| Ende 1945: |
Kapitulation im Mai 1945 im Raum Schleswig-Holstein; Auflösung des Stabes und Entwaffnung.
|
|
|
| Spezifische Merkmale
|
|
|
| Taktik: |
Anwendung von Schnellboot-Taktiken auf Kleinst-U-Boote zur Durchführung von Überraschungsangriffen bei Nacht.
|
| Koordination: |
Sicherstellung der Zusammenarbeit mit der Luftwaffe für die Aufklärung von Zielgebieten für Seehund-Einsätze.
|
| Personal: |
Führung durch Werner Musenberg, der aufgrund seiner Erfolge bei der 2. S-Flottille als Fachmann für den küstennahen Kleinkrieg galt.
|
|
|
| Relevanz für die U-Boot-Waffe
|
|
|
| Kleinst-U-Boote: |
Der Einsatzstab war direkt verantwortlich für die operative Führung des Typs XXVII B ("Seehund"), dem erfolgreichsten K-Mittel der Kriegsmarine.
|
| Flankenschutz: |
Sicherung der letzten Transitwege für reguläre Front-U-Boote durch den Einsatz von Kleinkampfmitteln gegen feindliche Blockadekräfte.
|
| Personaltransfer: |
Integration zahlreicher U-Boot-Männer, die nach dem Verlust ihrer Boote zu den Seehund-Flottillen des Einsatzstabes stießen.
|
|
|
| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
|
|
|
| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über die Organisation und operative Führung der Kleinkampfverbände 1944/45.
|
| BArch RM 112 |
Marinestation der Ostsee: Akten über die logistische Unterstützung des Einsatzstabes Musenberg.
|
| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegang Werner Musenberg mit dem Nachweis der Kommandierung zum K.d.K.-Stab.
|
|
|
| Literaturverweise
|
|
|
| Blocksdorf, Helmut |
„Das Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine: Die Seehunde, Biber und andere“.
|
| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Kleinkampfverbände).
|
| Mattes, Klaus |
„Die Seehunde: Klein-U-Boote im Einsatz 1944/45“ (Details zur taktischen Leitung Musenbergs).
|
|
|
| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
|
|
|
|
|
| ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
|