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Abwehroffizier

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Dienststellung Abwehroffizier
Der Abwehroffizier war ein spezialisierter Stabsoffizier, der für die Spionageabwehr, die Sabotagebekämpfung und die Geheimhaltung innerhalb eines Verbandes oder einer Dienststelle verantwortlich war. Er fungierte als Verbindungsorgan zum Amt Ausland/Abwehr im OKW. Zu seinen Kernaufgaben gehörte die Überwachung der Post- und Fernmeldesicherheit, die Überprüfung von Personal auf politische Zuverlässigkeit sowie die Sicherung militärischer Anlagen gegen Ausspähung. Der AO war zudem für die Belehrung der Soldaten über das Verhalten gegenüber fremden Geheimdiensten und die Verwaltung von Verschlusssachen (V.S.) der höchsten Geheimhaltungsstufen zuständig.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Feste Planstelle in Divisionsstäben, Gruppenkommandos und bei Flottillenchefs.
Aufgabe: Spionageabwehr; Sabotageschutz; Geheimhaltungskontrolle; Personalüberprüfung.
Unterstellung: Chef des Stabes; fachlich der Abteilung Abwehr (Abw.) im OKM/OKW.
Ende 1945: Mai 1945; Auflösung der Abwehrstellen und Vernichtung geheimer Aktenbestände.
Spezifische Merkmale
Befugnis: Weitreichende Kontrollrechte bezüglich der Schriftgutverwaltung und der Personalsicherheit.
Personal: Meist erfahrene Seeoffiziere mit Sonderausbildung durch das Amt Ausland/Abwehr (Canaris).
Kooperation: Enge Zusammenarbeit mit der Marine-Küstenpolizei und der Geheimen Feldpolizei (GFP).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Basenschutz: Sicherung der U-Boot-Bunker und Werften gegen alliierte Agenten und Saboteure.
Enigma: Überwachung der strikten Geheimhaltungsvorschriften bezüglich der Schlüsselmaschine M4.
Ausbildung: Schulung der Kommandanten über das Verhalten in Gefangenschaft zur Vermeidung von Verrat.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RW 5 Amt Ausland/Abwehr: Akten über die Organisation der Abwehroffiziere in der Kriegsmarine.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Offizieren mit der Verwendung als „Abwehroffizier“.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über Sabotageabwehr und Geheimhaltungsverluste.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Der Geheimdienst).
Salewski, Michael „Die deutsche Seekriegsleitung 1935–1945“ (Details zur militärischen Sicherheit).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Stabsstellen).
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