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11. U-Jagdflottille

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Verband 11. U-Jagdflottille
Die 11. U-Jagdflottille war ein spezialisierter Verband der Sicherungsstreitkräfte, der im September 1939 in Flensburg aufgestellt wurde. Ihre Hauptaufgabe lag in der aktiven Suche und Bekämpfung feindlicher Unterseeboote sowie im Geleitschutz für eigene Schifffahrtswege. Die Flottille operierte in strategisch bedeutsamen Seegebieten von der Ostsee über das Kattegat und Skagerrak bis hin zur norwegischen Küste. Durch den Einsatz moderner Ortungstechnik und spezialisierter U-Jagd-Verfahren trug der Verband maßgeblich zur Sicherung der maritimen Verbindungswege im Nord- und Ostseeraum bei.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Formiert im September 1939 in Flensburg; administrativ dem Führer der Vorpostenboote bzw. den jeweiligen Sicherungs-Divisionen unterstellt.
Standort: Zunächst Flensburg und Ostsee. Ab 1941 Verlagerung der Einsatzschwerpunkte in das Kattegat, das Skagerrak sowie in die Nordsee und das norwegische Küstenvorfeld.
Technik: Einsatz von U-Jägern (UJ-Booten), ausgerüstet mit aktiven und passiven Horchgeräten (S-Anlagen) sowie massierten Wasserbomben-Abwurfschienen.
Ende 1945: Die Flottille wurde nach der Gesamtkapitulation im Juni 1945 aufgelöst und die Fahrzeuge teilweise dem Deutschen Minenräumdienst zugeteilt.
Operationen
1939 - 1941: Sicherungsdienst und U-Jagd-Operationen im Bereich der westlichen und mittleren Ostsee.
1941 - 1945: Kontinuierliche Überwachung und Geleitschutz im Kattegat, Skagerrak, der Nordsee und vor der norwegischen Westküste.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ausbildungsschutz: In der Anfangsphase sicherte die Flottille die U-Boot-Übungsgebiete in der Ostsee gegen das Eindringen feindlicher U-Boote und Sabotagekräfte.
Taktik-Sparring: Die Einheiten der 11. U-Jagdflottille dienten oft als Übungspartner für deutsche U-Boote zur Erprobung neuer Ortungsschutz- und Täuschmittel.
Transit-Sicherung: Schutz der U-Boot-Marschwege durch das Skagerrak nach Norwegen, um die Boote vor alliierten U-Boot-Lauerstellungen zu bewahren.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 61-II Befehlshaber der Sicherung: Akten über die operative Gliederung und Einsatzberichte der U-Jagdflottillen im Bereich Nord und Ost.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die U-Abwehrlage im Skagerrak und die Sicherung der Geleitwege durch die 11. U-Jagdflottille.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Flottillenchefs und spezialisierte U-Jagd-Offiziere des Verbandes.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Sicherungsstreitkräfte: U-Jagdflottillen).
Lenton, H. T. „German Warships of the Second World War“ (Details zu den Schiffstypen und der Bewaffnung der U-Jäger).
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