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13. U-Stammkompanie

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Dienststelle 13. U-Stammkompanie (21. U-Flottille)
Die 13. U-Stammkompanie war eine administrative Teileinheit innerhalb der 21. Unterseebootsflottille (Schulflottille). Sie diente der personellen Erfassung, Unterbringung und truppendienstlichen Führung von U-Boot-Personal am Standort Pillau (Ostpreußen). In der Kompanie wurde vorrangig das Personal verwaltet, das für die taktische Ausbildung auf den Schulbooten der Flottille vorgesehen war oder als Funktionspersonal den landseitigen Dienstbetrieb in den Pillauer Kasernen und auf den Wohnschiffen sicherstellte.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Formiert im Zuge des massiven Ausbaus der U-Boot-Ausbildung in der Ostsee; administrativ dem Stab der 21. U-Flottille unterstellt.
Standort: Pillau (Ostpreußen). Nutzung lokaler Kasernen sowie der im Hafen liegenden Wohnschiffe zur Beherbergung der Lehrgangsteilnehmer.
Aufgabe: Personalverwaltung; Durchführung des allgemeinen militärischen Dienstes; Überwachung der Disziplin an Land; Führung der Stammrollen.
Ende 1945: Evakuierung im Frühjahr 1945 infolge des sowjetischen Vormarsches auf Ostpreußen; formale Auflösung nach der Kapitulation im Mai 1945.
Spezifische Merkmale
Ausbildungsbetrieb: Administrative Betreuung der Besatzungen während der Phase der taktischen Einzelausbildung, die das Kernprofil der 21. U-Flottille bildete.
Fluktuation: Ständiger Wechsel des Personalbestandes durch das Rotationsprinzip der U-Boot-Schulung (Versetzung von den Fachschulen zur Frontreife).
Infrastruktur: Enge Verzahnung mit den technischen Einrichtungen des Stützpunktes Pillau zur Sicherstellung der materiellen Ausrüstung der Soldaten.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kadernachwuchs: Verwaltung der künftigen U-Boot-Besatzungen in der kritischen Phase zwischen theoretischer Fachschule und praktischem Borddienst.
Stützpunktschutz: Bereitstellung von Wach- und Sicherungskräften für die sensiblen Anlagen der U-Boot-Waffe im Bereich der Frischen Nehrung.
Endkampf 1945: Einsatz des verbliebenen Stammpersonals bei der Verteidigung Pillaus und der Organisation der Flüchtlingstransporte über See.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 Marinelehrgänge und Stammabteilungen: Akten über die Organisation und personelle Gliederung der U-Stammkompanien in Ostpreußen.
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote: Berichte über die Kapazitäten der Ausbildungsflottillen und deren personelles Rückgrat.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Nachweisen über die Kommandierung zur 13. U-Stammkompanie während der Ausbildung in Pillau.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Ausbildung: U-Schulflottillen).
Rössler, Eberhard „Die deutsche U-Boot-Waffe“ (Details zur Ausbildungsorganisation und den Standorten in der Ostsee).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Landdienststellen der U-Boot-Waffe).
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