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| Verband
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2. Geleitflottille
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| Die 2. Geleitflottille wurde im Frühjahr 1937 aufgestellt und war ein spezialisierter Verband der Kriegsmarine für den Schutz des eigenen Seeverkehrs. Sie bestand primär aus den modernen Geleitbooten (G-Boote) der Typen F 1 bis F 10. Zu ihren Aufgaben gehörten der Geleitschutz für Handelsschiffe und Truppentransporter, die U-Boot-Abwehr sowie Sicherungsdienste in der Nord- und Ostsee. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde die Flottille im September 1939 für Sicherungsaufgaben in der Nordsee eingesetzt und später im Rahmen der Umgliederungen der Sicherungsstreitkräfte aufgelöst.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Formiert am 01.04.1937 in Kiel; administrativ dem Führer der vor der Westküste eingesetzten Sicherungsstreitkräfte (F.d.V.) unterstellt.
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| Standort: |
Heimathafen war Kiel; Gefechtsstationen während der ersten Kriegsmonate befanden sich vornehmlich in Wilhelmshaven und Cuxhaven.
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| Aufgabe: |
Durchführung von Geleitsicherungen; Überwachung von minenfreien Zwangswegen; Erprobung neuer Taktiken zur U-Boot-Abwehr (U-Jagd).
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| Ende 1939: |
Im Oktober 1939 wurde die Flottille aufgelöst und die Boote den verschiedenen Sicherungsdivisionen als Einzelgruppen oder Schulboote zugewiesen.
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| Spezifische Merkmale
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| Bootstypen: |
Ausrüstung mit den schnellen Geleitbooten Typ 35 (F-Boote), die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit und Bewaffnung als Allrounder galten.
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| Bewaffnung: |
Ausgestattet mit 10,5-cm-Geschützen, Flak und Wasserbombenwerfern zur Bekämpfung von Luft- und Unterwasserzielen.
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| Seetüchtigkeit: |
Die F-Boote erwiesen sich bei schwerem Wetter in der Nordsee oft als instabil, was zu zahlreichen technischen Nachbesserungen führte.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| U-Jagd-Schulung: |
Die Erfahrungen der 2. Geleitflottille in der aktiven U-Boot-Abwehr flossen direkt in die Ausbildung der U-Boot-Besatzungen zur Vermeidung von Ortungen ein.
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| Sicherungsdienst: |
Schutz der ein- und auslaufenden U-Boote im Küstenvorfeld der Nordsee gegen britische U-Boot-Lauerstellungen.
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| Rettungsdienst: |
Koordination von Bergungsmaßnahmen nach Kollisionen oder Beschädigungen von U-Booten in den viel befahrenen Mündungsgebieten von Weser und Elbe.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 62 |
Geleitflottillen: Akten über die Aufstellung, Ausrüstung und die Einsatzberichte der 2. Geleitflottille.
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| BArch RM 51 |
Befehlshaber der Sicherung: Berichte über die operativen Aufgaben im Bereich der Nordseeküste 1939.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit der Besatzungen und der Flottillenchefs.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel Sicherungsstreitkräfte: Die Geleitboote).
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| Gröner, Erich |
„Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 2: Torpedoboote, Zerstörer, Geleitboote).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Flottillenkommandeure).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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