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8. Zerstörerflottille

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Verband 8. Zerstörerflottille
Die 8. Zerstörerflottille wurde am 01.12.1940 aufgestellt. Sie bestand primär aus den modernen Zerstörern des Typs 1936A (Mobilmachung), die aufgrund ihrer schweren Bewaffnung (15-cm-Geschütze) als besonders kampfstark galten. Die Flottille war während des Großteils des Krieges im Nordmeer stationiert, um die strategisch wichtigen Erzhäfen in Norwegen zu sichern und Angriffe auf die alliierten Eismeergeleitzüge durchzuführen. Nach schweren Gefechten im Atlantik und Ärmelkanal wurde der Verband gegen Kriegsende in die Ostsee verlegt.
Einheiten der Flottille (Zerstörer)
Z 23: Typ 1936A; Indienststellung 14.09.1940. Im August 1944 nach Bombentreffern in La Pallice außer Dienst gestellt.
Z 24: Typ 1936A; Indienststellung 23.10.1940. Am 25.08.1944 nach Luftangriff vor Le Verdon (Frankreich) gesunken.
Z 25: Typ 1936A; Indienststellung 30.11.1940. Überstand den Krieg; 1945 als Reparationsleistung an Frankreich (Hoche).
Z 26: Typ 1936A; Indienststellung 11.01.1941. Am 29.03.1942 im Nordmeer durch britischen Kreuzer HMS Trinidad versenkt.
Z 27: Typ 1936A; Indienststellung 26.02.1941. Am 28.12.1943 in der Biskaya durch britische Kreuzer versenkt.
Z 28: Typ 1936A (Führerboot); Indienststellung 02.03.1941. Am 06.03.1945 vor Sassnitz durch Bomben versenkt.
Z 30: Typ 1936A; Indienststellung 15.11.1941. Überstand den Krieg; 1945 an Großbritannien abgegeben.
Operativer Werdegang & Unterstellung
Aufstellung: 01.12.1940; Unterstellung unter den Führer der Zerstörer (F.d.Z.).
Einsatzräume: 1941-1943: Nordmeer (Kirkenes/Trondheim); 1943-1944: Westraum (Biskaya/Frankreich); 1944-1945: Ostsee.
Aufgaben: Sicherung schwerer Einheiten (Tirpitz); Geleitzugbekämpfung; Minenunternehmen; Evakuierung der Ostfront 1945.
Ende 1945: Auflösung nach der Kapitulation; Verteilung der verbliebenen Boote als Kriegsbeute an die Siegermächte.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Marschschutz: Die 8. Flottille sicherte die Transitwege der im Nordmeer operierenden U-Boote gegen britische Zerstörerverbände.
Stützpunktsicherung: Schutz der norwegischen Stützpunkte (z.B. Narvik, Hammerfest), die als wichtige Versorgungsbasen für U-Boote dienten.
Kooperation: Gemeinsame Operationen gegen PQ-Konvois, wobei die Zerstörer oft als Fernsicherung für die U-Boot-Gruppen fungierten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 57 Führer der Zerstörer: Kriegstagebücher und Einsatzakten der 8. Zerstörerflottille.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die Unternehmungen im Nordmeer und in der Biskaya.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge der Flottillenchefs (u.a. Kapitän zur See Gottfried Pönitz).
Literaturverweise
Koop / Schmolke „Die deutschen Zerstörer 1935–1945: Entwicklung, Einsatz und Verbleib“.
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel: Die Zerstörerflottillen).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 2: Torpedoboote, Zerstörer).
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