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| Dienststelle
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9. U-Stammkompanie (21. U-Flottille)
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| Die 9. U-Stammkompanie war eine personelle Sammeleinheit innerhalb der 21. Unterseebootsflottille (Schulflottille). Sie diente der truppendienstlichen Führung, Unterbringung und Verwaltung von U-Boot-Personal am Standort Pillau (Ostpreußen). In der Kompanie wurde das Personal erfasst, das für die Schulboote der Flottille vorgesehen war, sich in der taktischen Ausbildung befand oder als Stamm- und Funktionspersonal die landseitige Infrastruktur der Flottille sicherstellte. Sie bildete das administrative Rückgrat für den reibungslosen Ausbildungsbetrieb der künftigen Frontbesatzungen.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufstellung: |
Formiert im Zuge der Verlegung und des Ausbaus der 21. U-Flottille als Schulverband in der Ostsee.
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| Standort: |
Pillau (Ostpreußen). Nutzung der dortigen Kasernenanlagen und Wohnschiffe (z. B. "Robert Ley" oder "Pretoria") im Hafenbereich.
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| Aufgabe: |
Personalverwaltung; Durchführung des allgemeinen Landdienstes; Einkleidung und Ausrüstung; Führung der Stammrollen für Lehrgangsteilnehmer.
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| Ende 1945: |
Evakuierung im Frühjahr 1945 aufgrund des sowjetischen Vorstoßes auf Ostpreußen; formale Auflösung nach der Kapitulation im Mai 1945.
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| Spezifische Merkmale
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| Ausbildungsfokus: |
Die Kompanie war speziell auf die Bedürfnisse der 21. U-Flottille zugeschnitten, die als "Schulflottille" die taktische Grundausbildung (Einzelausbildung) durchführte.
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| Fluktuation: |
Hoher Durchlauf an Personal, da die Besatzungen nach Abschluss der taktischen Ausbildung in Pillau zu den Ausbildungsflottillen für die Gruppentaktik (z.B. 26. oder 27. U-Flottille) versetzt wurden.
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| Disziplin: |
Sicherstellung der militärischen Ordnung in einem Hafenstandort, der durch die hohe Dichte an U-Boot-Schülern und technischem Personal geprägt war.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Personalreserve: |
Bereitstellung von Funktionspersonal (z. B. Schreiber, Ordonnanzen, Kraftfahrer) für den Flottillenstab und die Ausbildungseinrichtungen in Pillau.
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| Kadernachwuchs: |
Verwaltung der Offiziersanwärter und Unteroffiziersschüler während ihrer entscheidenden ersten praktischen Bordausbildungsphase auf den Schulbooten.
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| Endkampf 1945: |
Angehörige der Stammkompanie wurden in der Endphase zur Verteidigung der "Festung Pillau" und zur Evakuierung über See eingesetzt.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 121 |
Marinelehrgänge und Stammabteilungen: Akten über die Organisation der U-Stammkompanien in der Ostsee.
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| BArch RM 87 |
Befehlshaber der Unterseeboote: Berichte über die personelle Kapazität der Schulflottillen und deren Stammabteilungen.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Kommandierung zur 9. U-Stammkompanie während der Ausbildung in Pillau.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Ausbildung: Die U-Boot-Schulflottillen).
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| Rössler, Eberhard |
„Die deutsche U-Boot-Waffe“ (Details zur Organisation der Ausbildungsstützpunkte in Ostpreußen).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Landdienststellen der U-Flottillen).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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