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| Dienststelle
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Admiral der Kriegsmarinedienststelle für U-Boote
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| Der Admiral der Kriegsmarinedienststelle für U-Boote war eine zentrale Fachdienststelle, die für die organisatorische und administrative Abwicklung des U-Boot-Bauprogramms sowie die Zuweisung von Ausrüstungsgütern verantwortlich war. In enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Kriegsschiffbau (K-Amt) und den Werften koordinierte die Dienststelle die termingerechte Fertigstellung und Indienststellung der Boote. Sie fungierte als Schnittstelle zwischen der Rüstungsindustrie, dem Oberkommando der Kriegsmarine (OKM) und dem Befehlshaber der Unterseeboote (BdU).
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufstellung: |
Etabliert im Zuge der massiven Beschleunigung des U-Boot-Bauprogramms; administrativ dem OKM unterstellt.
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| Aufgaben: |
Überwachung der Baufortschritte auf den Werften; Abnahme der technischen Ausrüstung; Koordination der Materialzuteilungen (Stahl, Batterien, Optik).
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| Standort: |
Sitz des Stabes war Berlin, mit Außenstellen an den Hauptwerftstandorten (Hamburg, Bremen, Kiel, Danzig).
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| Ende 1945: |
Mit der Einstellung des U-Boot-Baus im Frühjahr 1945 und der anschließenden Kapitulation wurde die Dienststelle aufgelöst.
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| Spezifische Merkmale
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| Bauaufsicht: |
Die Dienststelle stellte die Bauaufsichten der Marine (Bauma), die vor Ort in den Werften die Einhaltung der Qualitätsstandards überwachten.
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| Sektionsbau: |
Maßgebliche Beteiligung an der organisatorischen Umsetzung der Sektionsbauweise für die neuen Typen XXI und XXIII.
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| Terminregie: |
Zentrale Steuerung der Indienststellungstermine zur Abstimmung mit den Ausbildungsplänen der U-Boot-Lehrdivisionen.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Neubauprogramm: |
Ohne die koordinierende Tätigkeit dieser Dienststelle wäre die enorme Steigerung der monatlichen Ablieferungsraten ab 1943 nicht realisierbar gewesen.
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| Ausstattung: |
Sicherstellung, dass Front-U-Boote mit den neuesten technologischen Entwicklungen (z.B. Schnorchel, Radarwarngeräte) ausgerüstet wurden.
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| Werfthilfe: |
Vermittlung bei Ressourcenkonflikten zwischen den Werften und anderen Rüstungsprojekten der Wehrmacht zur Priorisierung des U-Boot-Baus.
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| Quellen verweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Akten über das U-Boot-Bauprogramm und die Aufgabenverteilung der Admiralsdienststelle.
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| BArch RM 21 |
Marineabnahmekommandos: Unterlagen zur technischen Abnahme und den Ausrüstungsbestimmungen für U-Boote.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Bauaufsichtsoffizieren und Stabspersonal.
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| Literaturverweise
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| Rössler, Eberhard |
„Geschichte des deutschen U-Bootbaus“ (Details zur administrativen Steuerung des Bauprogramms).
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Rüstungswesen: Der U-Boot-Bau).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Dienststellenleiter im Rüstungsbereich).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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