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Küstenabteilung V

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Verband Küstenabteilung V
Die Küstenabteilung V war eine spezialisierte Küstensicherungseinheit der Kriegsmarine, die im Rahmen der Verteidigungsorganisation für spezifische Abschnitte der Küstenbefestigungen und Hafenanlagen zuständig war. Diese Abteilungen wurden oft aus Personal der Marineartillerie und des Landwehrpersonals gebildet, um den Objektschutz, die Flugabwehr und die Nahverteidigung strategisch wichtiger Marinestützpunkte sicherzustellen. Sie bildeten das stationäre Rückgrat der Verteidigung gegen feindliche Kommandounternehmen und Luftangriffe in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Formiert im Zuge der Mobilmachung oder zur Verstärkung bestehender Küstenbefehlshaber-Strukturen; administrativ meist einem Seekommandanten unterstellt.
Aufgaben: Sicherung von Hafeneinfahrten; Betrieb von Küstenbeobachtungsstellen; Bedienung leichter Flak- und Seezielbatterien; Infanteristischer Objektschutz.
Standort: Einsatz in den großen Kriegshäfen oder an exponierten Küstenabschnitten (z. B. in den besetzten Gebieten Frankreichs oder Norwegens).
Ende 1945: Mit der Gesamtkapitulation im Mai 1945 wurde die Abteilung aufgelöst und das Personal in die Kriegsgefangenschaft bzw. Demobilisierung überführt.
Spezifische Merkmale
Struktur: Gliederung in mehrere Kompanien, die oft dezentral in Bunkeranlagen oder Feldstellungen entlang der Küstenlinie stationiert waren.
Bewaffnung: Ausrüstung mit leichter Artillerie, Maschinengewehren und Scheinwerferzügen zur Nachtüberwachung der See- und Lufträume.
Personal: Mischung aus erfahrenem Fachpersonal der Marineartillerie und Ergänzungsmannschaften zur Sicherung der Personalstärke im stationären Dienst.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Bunker-Schutz: Die Küstenabteilungen sicherten das unmittelbare Umfeld der U-Boot-Bunker gegen Sabotageakte und feindliche Fallschirmspringer-Einsätze.
Flakschutz: Mitwirkung an der Luftverteidigung der Stützpunkte, um ein- und auslaufenden U-Booten einen sicheren Aufenthalt im Hafen zu ermöglichen.
Überwachung: Meldung von Sichtungen feindlicher Einheiten oder Flugzeuge im Küstenvorfeld zur Warnung der operierenden U-Boot-Flottillen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 35 Marinebefehlshaber in den besetzten Gebieten: Akten über die Gliederung und den Einsatz der Küstenabteilungen.
BArch RM 45-I Küstenartillerie: Unterlagen zur personellen und materiellen Ausstattung der Sicherungsverbände an Land.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Offizieren und Mannschaften in der Küstenabteilung V.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Küstenverteidigung: Die Landdienststellen).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Kommandeure der Küstenverbände).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Gliederung der Marineeinheiten im Küstenschutz).
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