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| Dienststelle
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Marinelazarett Drontheim
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| Das Marinelazarett Drontheim wurde nach der Besetzung Norwegens 1940 im Raum Trondheim (Drontheim) als zentrale medizinische Einrichtung der Kriegsmarine für den Bereich der norwegischen Nordküste eingerichtet. Es diente der stationären und fachärztlichen Versorgung des Marinepersonals der dort stationierten Flottenverbände, Küstenbatterien und U-Boot-Flottillen. Neben der chirurgischen Versorgung von Gefechtsverletzungen lag ein Schwerpunkt auf der Behandlung von Erkrankungen, die durch die extremen klimatischen Bedingungen im Nordmeer und Eismeer auftraten.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Etablierung ab Sommer 1940; administrativ dem Sanitätschef beim Admiral der norwegischen Nordküste unterstellt.
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| Standort: |
Drontheim (Trondheim), Norwegen. Nutzung beschlagnahmter lokaler Krankenhäuser und Schulen (z.B. im Bereich Sintef/Öya).
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| Aufgabe: |
Operative Versorgung von Verwundeten; Behandlung von Erfrierungen; Überwachung der Seuchenhygiene; fachärztliche Begutachtung.
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| Ende 1945: |
Kapitulation im Mai 1945; schrittweise Übergabe der Patienten und der Infrastruktur an den norwegischen Sanitätsdienst.
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| Spezifische Merkmale
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| Spezialisierung: |
Einrichtung von Fachabteilungen für Dermatologie und Innere Medizin zur Behandlung typischer "Nordmeer-Erkrankungen".
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| Personal: |
Besetzung durch erfahrene Marinesanitätsoffiziere, Marinehelferinnen und zum Teil zwangsverpflichtetes lokales norwegisches Hilfspersonal.
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| Logistik: |
Das Lazarett verfügte über einen eigenen Fuhrpark und war eng mit den im Hafen liegenden Lazarettschiffen zur Kapazitätserweiterung vernetzt.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Stützpunktbetreuung: |
Primäre Anlaufstelle für die Besatzungen der 13. U-Flottille nach strapaziösen Eismeer-Unternehmungen zur medizinischen Rehabilitation.
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| Tauchmedizin: |
Behandlung von spezifischen U-Boot-Krankheiten (Druckschäden, Atemwegserkrankungen) durch spezialisierte Marineärzte vor Ort.
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| Personalreserve: |
Durchführung von Tauglichkeitsuntersuchungen zur Entscheidung über die weitere Frontverwendungsfähigkeit nach schweren Einsätzen.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 35-II |
Admiral der norwegischen Nordküste: Akten über die Sanitätsorganisation und Berichte des Marinelazaretts Drontheim.
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| BArch PERS 10 |
Sanitätsoffiziere: Personalakten und Einsatznachweise von Marineärzten am Standort Drontheim.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über die medizinische Lage und die Verwundetenzahlen im norwegischen Raum.
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| Literaturverweise
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| Fischer, Hubert |
„Der deutsche Sanitätsdienst 1921–1945: Organisation, personelle Besetzung und Logistik“.
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Der Sanitätsdienst in den besetzten Gebieten).
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| Koop / Schmolke |
„Die deutschen Marinestützpunkte: Drontheim und die norwegische Nordküste“.
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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